Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Nachrichten am IAAW

Prof. Sarah Eaton: Interview on Sino-German Cooperation



TECHtonics project PI and Professor of Transregional China Studies at Humboldt University Berlin, Prof. Dr. Sarah Eaton in an interview with Chinese media platform South App discussed opportunities and risks for German industry in China, including partnerships on standardization.

Link to the article.

Ausschreibung der Frauenfördermittel des IAAW (20. März - 19. April 2026)



Liebe Institutsmitglieder,

Sie werden voraussichtlich am 20. März die Ausschreibung der Frauenfördermittel erhalten. Die Ausschreibungsfrist wird am 19.04.2026 enden. Es ist geplant, dass das Vergabeplenum am 27.04.2026 zusammentritt und über die eingereichten Anträge entscheidet. Bis 30. April werden Sie benachrichtigt.

Nach Veröffentlichung der Ausschreibung wird es am 23.03., 26.03., 13.04. und 16.04. Sprechzeiten geben, in der Sie Ihre Fragen zur Ausschreibung persönlich (oder telefonisch) stellen können.

Information über aktuellen sicherheitsrelevanten Vorfall am Seminar für Ostasienstudien



Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende,

 
leider wurde der Eingangsbereich des Gebäudes Johannisstraße 10 in den letzten Tagen erneut mit Graffiti beschmiert. Dieses beinhaltet diesmal eine sehr konkrete Gewaltandrohung gegen eine Mitarbeiterin. Hierzu möchte ich Sie wie folgt informieren:
 
Der Täter ist bekannt und es wurde bereits Anzeige bei der Polizei erstattet. Auch innerhalb der HU Berlin wurden die zuständigen Stellen informiert. Dennoch müssen wir leider vorerst von einem erhöhten Risiko ausgehen. 
 
Aufgrund dieses Risikos müssen wir den Zugang zum Gebäude vorläufig einschränken. In diesem Zusammenhang ein praktischer Hinweis: Die Büros der Mitarbeitenden können per Direktdurchwahl über die Gegensprechanlage am Haupteingang erreicht werden. Falls Sie einen Termin im Gebäude wahrnehmen wollen, empfehle ich Ihnen, sich vorab auf der OAS-Homepage über die Durchwahl des/der Kolleg/in zu informieren.
 
 
Sollten Sie beim Betreten des Gebäudes den Täter in Aktion sehen, rufen Sie bitte umgehend die Polizei unter 110 an und weisen Sie darauf hin, dass bereits eine Vorgangsnummer vorliegt. Wichtig: Sprechen Sie den Täter nicht an und schenken Sie ihm am besten keinerlei Aufmerksamkeit. Vermeiden Sie Blickkontakt und bleiben Sie auf Abstand.
 
Leider führen diese Maßnahmen vorläufig zu Einschränkungen. Höchste Priorität hat jedoch die Sicherheit der Mitarbeiterin und aller anderen Personen, die das Gebäude nutzen. Wir wären daher sehr dankbar, wenn Sie diese Maßnahmen aktiv mittragen.
 
Prof. Henning Klöter und das Team des Seminars für Ostasienstudien

Recap: Gelungener 3. Indonesian Studies Day 2026 am IAAW

Knapp 100 Gäste bei unserem vielseitigen akademischen und kulturellen Programm rund um Indonesien



 

Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026, fand am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften (IAAW) der Humboldt-Universität zu Berlin der 3. Indonesian Studies Day statt.

Im Mittelpunkt standen neben kulturellen Darbietungen und Fachvorträgen Beiträge von Studierenden der Indonesisch-Sprachkurse am Institut, die über ihre Exkursion 2025 nach Indonesien referierten.

 

Kulturprogramm mit Gesang, Tanz und Speisen

Eröffnet wurde der Indonesian Studies Day von der bekannten Sängerin Claudia Santoso, die eine eigene Interpretation des Lieds "Indonesia Pusaka" darbot. Es folgte der traditionelle Tanz Tari Piriang Badarai mit akrobatischen Bewegungen, Tanzfiguren und atemberaubender Teller-Jonglistik, choreografiert und vorgeführt von Ankh A. Palmer. Mutiara Tinellung, HU-Studentin, und Tanzpartnerin Linda Smitz leiteten den dritten Themenblock mit ihrer Darbietung des balinesischen Tanzes Tari Belibis ein.

Knapp 100 Gäste konnten während der Pausen Bolu Pandan- und Käsekuchen probieren; die indonesische Botschaft trug mit variationsreichem Fingerfood zum Gelingen der Veranstaltung bei.

 

Indonesien-Exkursion aus studentischer Perspektive

Im Hauptblock am Vormittag resümierten die studentischen Teilnehmer:innen der Exkursion nach Indonesien im Herbst 2025 ihre vor Ort aus erster Hand gewonnenen Erkenntnisse vor dem Hintergrund des Leitthemas Nachhaltigkeit / Sustainable Development Goals (SDG).

 

Foto: Team Ekskursi 2025

Die mit Mitteln von der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät und Professorin Dr. Claudia Derichs geförderte Exkursion fand vom 11. bis 25. September 2025 statt und führte die Gruppe nach
Jakarta, Semarang, Yogyakarta und Pontianak. Inhaltlich standen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen im Fokus, darunter Themen wie Green Campus, Plastikreduktion, Recycling, Umwelt- und Naturschutz, Gesundheit, erneuerbare Energien und Aufforstung.
Die studentischen Präsentationen erfolgten auf Indonesisch mit deutscher bzw. englischer Übersetzung.

Esie Hanstein, Lektorin für Indonesisch am IAAW, hob die studentischen Beiträge als neues Format für die Veranstaltungsreihe Indonesian Studies Day hervor: "Die Studierenden berichteten nicht nur über die Exkursion, sondern reflektierten sie auch kritisch und stellten sich der Diskussion mit dem Publikum." Der akademische Wert der Reise für die Teilnehmenden trat dadurch klar zutage.

Der 3. Indonesian Studies Day hat eindrucksvoll gezeigt, wie sich akademische Lehre, Sprachpraxis und nachhaltige Entwicklung miteinander verbinden lassen – und welche Rolle unsere Studierenden dabei selbstbewusst übernehmen können.

Interessiert? Hier geht es zu den detaillierten Exkursionsberichten der Studierenden!

 

Nationale Entwicklungsprojekte und lokaler Protest

Im Nachmittags-Block stellten Venansius Haryanto und Ignasius Jaques Juru (beide Doktoranden in der Abteilung für Südostasienwissenschaften der Universität Bonn) ihre Promotionsprojekte vor, die sich mit den Konsequenzen des Geothermie- und Tourismusausbaus auf der indonesischen Insel Flores befassen.

 

Foto: Team Ekskursi 2025

Beide Referenten sind auf Flores aufgewachsen und sehen sich neben ihrer wissenschaftlichen Rolle auch als lokale Aktivisten, die sich gegen die umweltzerstörenden Auswirkungen von Geothermieprojekten und einer forcierten Tourismuspolitik auf der Insel wenden. Das von der Zentralregierung in Jakarta vorangetriebene Branding von Flores als "neues Bali" und "geothermale Insel" sehen sie als wenig nachhaltig. Das Narrativ der "green economy" suggeriere ein Entwicklungsversprechen, das positiv ausstrahlen soll, den Lebensraum der indigenen Bevölkerung jedoch sukzessive einschränke. Haryanto und Juru boten damit einen seltenen Einblick in lokale Widerstandsformen in Indonesien und regten zu einer differenzierten Reflexion über Konzepte von Nachhaltigkeit und Entwicklung an. 

Ein Dokumentarfilm über die Situation auf Flores ist auf YouTube abrufbar: Barang Panas ("Hot Stuff").

Ebenso untermauert der ebenfalls auf YouTube verfügbare Protest-Song Tana Mbate de mit eindrucksvollen Bildern die enge Verbindung, die Aktivismus und Musik eingehen können.

Weiterführende Informationen zum Thema Geothermie in Indonesien und auf Flores finden sich in einem aktuellen Beitrag der Stiftung Asienhaus – Indonesien: Geothermie um jeden Preis.

 

Fazit

Im Ergebnis wurde die Veranstaltung von den Teilnehmenden, zu denen auch Vertreter:innen der Indonesischen Botschaft, des UNESCO-Komitees Berlin, der Deutsch-Indonesischen Vereinigung, der NGO Watch Indonesia und der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft Südwestfalen zählten, als großer Erfolg empfunden.

Auch in Indonesien wurde die Veranstaltung wahrgenommen und in der Presse besprochen:
https://milenianews.com/pendidikan/mahasiswa-universitas-humboldt-berlin-gelar-indonesia-studies-day

 

Bericht und Kontakt
Esie Hanstein, Sprachlektorin für Bahasa Indonesia, IAAW
esie.hanstein(at)hu-berlin.de

Humboldt-Universität zu Berlin | Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät | Institut für Asien- und Afrikawissenschaften | ㅤSÜDOSTASIEN | Neuigkeiten | Nachrichten | Symposium, March 6, 2026: New Area Studies / New Century: 25 Years In – New Area Studies Research Centre, University of East Anglia

Symposium, March 6, 2026: New Area Studies / New Century: 25 Years In – New Area Studies Research Centre, University of East Anglia

New Area Studies Symposium, Norwich, UK



*** With Professor Claudia Derichs, IAAW, as Keynote Speaker ***

 

On Friday March 6th 2026, the New Area Studies Research Centre at the University of East Anglia will be hosting a one-day symposium: New Area Studies / New Century: 25 Years In.

Professor Derichs' talk will be titled: "Blaming, claiming, shaping: New trends in Area Studies."

Area Studies have gone through a vivid trajectory from serving geopolitical purposes during World War II and the Cold War towards defending their raison d’être in competition with so-called systematic disciplines. A particular discursive terrain is occupied by attempts to align Area Studies with the study of International Relations (IR). The lecture subscribes to the rather recent notion of New Area Studies and discusses their difference to Comparative Area Studies, which attracted attention throughout the 2000s. A special conceptual angle in New Area Studies is a multi-scalar and relational understanding of the terms "area" and/or "region", making the notions of "process geographies" and "emotional geographies" productive for doing Area Studies. This encompasses translocal, transnational, transregional and transcultural perspectives, all of which refer to particular conceptions of what the prefix trans is meant to designate. In view of the relationship between Area Studies and disciplines, the lecture proposes a radical out-of-the-box thinking. Examples from Asia and the Middle East – or WANA (West Asia and North Africa) and NAWA (North Africa-West Asia) in a more critical diction – form the empirical base of the argument. They are rooted in close to three decades of research on and in the respective regions, a strong commitment to the principle of "no research about you without you" ("forschen mit statt forschen über" in German), and an equally strong belief in the importance of language skills in Area Studies.

Click here for more information on the event.