Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Lesung & Gespräch - Suzuki Yui: „Goethe hat alles gesagt“

Veranstaltung mit dem Akutagawa-Preisträger 2025 Suzuki Yui, in Kooperation mit dem JDZB, am 31. August 2026

Lesung und Gespräch

Im Rahmen seiner ersten Deutschlandreise stellte der Schriftsteller Suzuki Yui seine Erzählung Goethe hat alles gesagt (Gēte wa subete wo itta) in Form einer Lesung mit anschließendem Gespräch vor. Die in Zusammenarbeit mit der Mori-Ōgai-Gedenkstätte durchgeführte Veranstaltung fand im stimmungsvollen Saal des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin in Dahlem statt.

 

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Lesung aus „Goethe hat alles gesagt“
Foto: JDZB

Zwei Auszüge der Erzählung wurden vom Autor auf Japanisch vorgelesen, eine deutsche Lesung (vorgetragen und übersetzt von N. Bartels) folgte.

Im anschließenden Gespräch mit Nora Bartels ging es vor allem um narrative Techniken der Erzählung und deren Rezeption in Japan. Danach nutzte das Publikum die Möglichkeit, dem 2025 mit dem Akutagawa-Preis ausgezeichneten Autor Fragen zu stellen.

Der Abend wurde mit japanisch-deutscher konsekutiver Verdolmetschung durchgeführt.

 

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Cover von „Geete wa subete o itta“
Abb.: Ōshima Idea © Asahi Shimbun Publications Inc.

Goethe hat alles gesagt - Handlung

Der renommierte Goethe-Forscher Tōichi Hiroba begegnet bei einem Abendessen mit seiner Familie einem Goethe-Zitat, das ihm völlig unbekannt ist. Auf der Suche nach der Quelle dieses Satzes – der auf dem Etikett eines Teebeutels steht – durchforstet er unzählige Originaltexte und lässt die Erinnerungen an sein langjähriges Forscherleben Revue passieren. Tōichis Reise auf der Spur eines einzigen Satzes wirft grundlegende Fragen auf: Was ist schöpferisches Schaffen? Was ist Wissenschaft? Schließlich führt sie die Leserinnen und Leser zu einer unerwarteten Erkenntnis.
(Quelle: Asahi Shimbun Publications)

 

Suzuki Yui
Suzuki Yui
Foto: JDBZ

Suzuki Yui wurde 2001 in der Präfektur Fukuoka geboren. Später zog er mit seiner Familie in die Präfektur Fukushima, wo er bis zu seinem elften Lebensjahr aufwuchs. Während seines Studiums an der Seinan-Gakuin-Universität wurde er 2024 für seine Erzählung Hito ni wa dorehodo hon ga iru no ka? („Wie viele Bücher braucht ein Mensch?“) mit einer Auszeichnung (Lobende Erwähnung) beim Hayashi-Fumiko-Literaturpreis geehrt.
2025 erhielt er für seinen Erzählung Gēte wa subete wo itta („Goethe hat alles gesagt“), die er während seines Masterstudiums veröffentlichte, den 172. Akutagawa-Preis. Mit nur 23 Jahren wurde er damit zum ersten im 21. Jahrhundert geborenen Autor, der mit diesem renommierten Preis ausgezeichnet wurde.