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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Internationale Partneruniversitäten

University of Dar-es-Salaam, Tanzania

Die University of Dar es Salaam (UDSM), gegründet 1970 (Vorgänger war das University College, 1961-1970), ist seit Beginn ihres Bestehens als Brennpunkt kritischen akademischen Denkens in Ostafrika bekannt. Seit 1998 ist die UDSM Partner-Universität der HU, sodass fast jedes Jahr mehrere Humboldt-Studierende zu einem Auslandssemester nach Dar es Salaam gehen konnten.

Seit 2011 konnten erstmals tanzanische Studierende an der HU Summer School teilnehmen, und es findet ein Wissenschaftler_innen-Austausch in beiden Richtungen statt. Fachlich ist inbesondere das College of Arts and Social Sciences attraktiv, die Departments of Foreign Languages and Linguistics, History und Literature. Darüber hinaus genießen die Soziologie, das Department of Fine and Performing Arts und die Development Studies einen sehr guten Ruf.

Ein besonderes Plus dieser hauptsächlich anglophonen Universität für Studierende der Afrikawissenschaften sind die Swahili-Lehre und Forschung, die im Taasisi ya Taaluma za Kiswahili (TATAKI), dem nationalen und ostafrikaweit führenden Swahili-Forschungsinstitut angesiedelt sind.

Auch unabhängig von den fachlichen Kenntnissen und Interessen sind Swahili-(Vor-)Kenntnisse von großem Vorteil für ein Studium an der UDSM. Empfohlen wird ein Auslandssemester für das vierte oder fünfte Semester; in der Entscheidungsfindung können Erfahrungsberichte der Kommiliton_innen eingesehen werden, die dies bereits gemacht haben.

Zu den schriftlichen Bewerbungsformalitäten für den Austauschplatz der Partneruni sowie den Stipendienprogrammen des DAAD sollten Sie sich auf den Webseiten der Abteilung Internationales ausführlich vor- informieren und dann zunächst die persönliche Beratung bei Frau Brodien suchen. Anschließend oder parallel hierzu erfolgt die inhaltliche Beratung zu Studieninhalten sowie zur Vernetzung mit anderen Studierenden bei Dr. Lutz Diegner.

 

Université Cheikh Anta Diop, Senegal

Die Universität in Senegals Hauptstadt Dakar ist nach dem senegalesischen Ägyptologen Cheikh Anta Diop (1923-1986) benannt, einer Forscherpersönlichkeit, die bis heute das Profil der wohl renommiertesten frankophonen Universität in Westafrika mitprägt. Die UCAD wurde 1957 gegründet und ist bis heute mit derzeit ca. 80.000 Studierenden die größte Universität Senegals. Unterrichtssprache ist ausschließlich Französisch; sehr gute Französischkenntnisse sind also bereits vor Antritt des Studiums in Dakar unerlässlich. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit am INSTITUT DE FRANÇAIS POUR LES ETUDIANTS ETRANGERS (IFE) vertiefende Französischkurse zu besuchen.

Es gibt an der UCAD kein Fach „Afrikawissenschaften“; vielmehr bieten alle vertretenen Geisteswissenschaften afrikabezogene Lehre an, häufig mit dem Schwerpunkt auf das frankophone Westafrika. Die Ihnen aus Berlin vertrauten Fachrichtungen Geschichte, Literatur und Linguistik sind an der FACULTE DES LETTRES ET SCIENCES HUMAINES (FLSH) konzentriert. Neben den entsprechenden Kursen am Département d’histoire (Geschichtsabteilung), dem Département de Lettres modernes (Moderne Literaturen; womit hier in erster Linie französischsprachige Literaturen gemeint sind), dem Département d‘anglais (Anglophone Literaturen) und dem Département de linguistique (Linguistikabteilung) können Sie an der FLSH auch Philosophie, Soziologie, Geographie, Arabisch oder interkulturelle Germanistik belegen. An der erziehungswissenschaftlichen Fakultät, der FASTEF, welche die Lehrerausbildung innehat, werden ebenfalls Literaturwissenschaften, Geschichte, Geographie und Philosophie gelehrt. Es kann sinnvoll sein, sich auch hier aus dem Kursangebot etwas Passendes auszusuchen.

Ausländische Studierende können in der Regel frei wählen, an welchen Seminarangeboten sie teilnehmen möchten; es sollte jedoch mit den Dozent_innen individuell abgesprochen werden, ob die Teilnahme möglich ist und welche Prüfungsoptionen bestehen. Das der FLSH angegliederte CENTRE DE LINGUISTIQUE APPLIQUÉE DE DAKAR (CLAD)/Sprachenzentrum bietet kostenpflichtige Kurse in den Landessprachen Wolof, Peul (Fulfulde), Serer und Joola an. Der UCAD angegliedert ist ebenfalls das renommierte geisteswissenschaftliche Forschungszentrum IFAN (Institut Fondamental d’Afrique Noire), das zusätzlich zur zentralen Universitätsbibliothek und den kleineren Bibliotheken der Einzelfächer eine gut sortierte Bibliothek bietet.

Mit über einer Million Einwohner_innen – zählt man die umliegenden wuchernden Vororte wie Pikine oder Guediawaye hinzu sind es jedoch weit doppelt so viele – und der in den letzten Jahren im innerstädtischen Bereich modernisierten Infrastruktur ist Dakar eine lebendige Metropole mit einem großen kulturellen Angebot und der Präsenz zahlreicher lokaler wie internationaler Organisationen, bei denen auch Praktika absolviert werden können. Die Lebenshaltungskosten sind relativ hoch; Plätze in den überfüllten Studierendenwohnheimen jedoch rar. Das Studienjahr beginnt im Oktober; bedingt durch Streiks der Studierenden oder Lehrenden häufig aber auch erst einige Wochen später.

Internetpräsenz der Universität: www.ucad.sn

Ansprechpartnerin: Susanne Gehrmann

 

 

http://iaaw.hu-berlin.de/afrika/studium/studium-im-ausland/fotos/faculte-des-lettres.jpg/image_preview

Faculté des lettres

http://iaaw.hu-berlin.de/afrika/studium/studium-im-ausland/fotos/ifan-1/image_preview

Institute Fondamental de l'Afrique
Noire (IFAN)

 

University of Stellenbosch, Südafrika

Die Stellenbosch University blickt auf eine lange Tradition zurück in der Kap-Region und ihre Anfänge reichen zurück bis ins späte 17. Jahrhundert. Noch heute findet man Spuren des historischen Erbes, das zwischen zahlreichen modernen Anlagen fortbesteht. Stellenbosch ist eine übersichtliche Universitätsstadt mit etwas über 30.000 Studierende (mit ca. 3.000 internationalen Studierende). Es liegt mitten im Boland-Weinanbaugebiet und die Stadt ist umgeben von einer malerischen Bergkulisse, die zum Wandern und Erkunden einlädt. Kapstadt ist nur eine knappe Autostunde entfernt (50km; mit der Bahn dauert es etwas länger), so dass man von Stellenbosch aus recht problemlos die Kap-Metropole besuchen kann. Die Studierende bestimmen das Stadtbild in Stellenbosch und bevölkern die zahlreichen Bars und Cafés.

Die Universität hat einen exzellenten Ruf, sowohl in Südafrika als auch darüber hinaus. Die Kunst- und Sozialwissenschaften bilden eine der zehn Fakultäten. Hier finden Studierende des Seminars für Afrikawissenschaften gute Anknüpfungspunkte in einem der zahlreichen Institute:

Kunstwissenschaften: Theater, Musik, Bildende Künste; Afrikaans, Englisch, Sprachwissenschaft: Niederländisch, allgemeine Linguistik und Moderne Fremdsprachen

Sozialwissenschaften: Geographie und Umweltstudien, Geschichte, Informationswissenschaften, Journalismus, Philosophie, Politikwissenschaften, Psychologie, Sozialarbeit, Soziologie und Soziale Anthropologie

Ergänzend dazu gibt es diverse Forschungszentren, die speziellen Themengebieten gewidmet sind. Einen Einblick in aktuelle kulturelle Aktivitäten und Debatten am Institut für Anglistik bekommt man im Online-Magazin SLiP (Literary Project Stellenbosch).  .

Die Kurse an der Stellenbosch University werden in Englisch und Afrikaans unterrichtet –häufig auch in beiden Sprachen. Afrikaans-Sprachkurse für internationale Studierende werden angeboten. Das International Office der Stellenbosch University bietet eine vorzügliche und allumfassende Betreuung, von An- und Abreise und Unterkunft bis zur Gestaltung des Studiums und sonstigen Details.

Internetpräsenz der Universität: http://www.sun.ac.za

 

Université de Lomé, Togo

Der Kooperationsvertrag mit der Université de Lomé wurde 2013 unterzeichnet. Ein Aufenthalt an dieser frankophonen Universität in der quirligen Hauptstadt Togos ist aufgrund der deutsch-togoischen Kolonialvergangenheit, die in Forschung und Lehre insbesondere in den Fächern Geschichte und Interkulturelle Germanistik eine große Rolle spielt, besonders interessant.

Lomé ist eine bedeutende Handelsmetropole Westafrikas. Die Universität wurde 1970 zunächst unter dem Namen Université du Bénin (nach dem Golf von Benin, an dem die Stadt Lomé liegt) gegründet und ist mit mehr als 40.000 Studierenden die größte Universität des Landes. Studierende der Afrikawissenschaften können sich aus den Fächern an der Faculté des lettres et des sciences humaines (neben den klassischen Fächern Linguistik, Geschichte, Literatur (lettres modernes = französischsprachige Literaturen, Anglistik, Germanistik) auch Kommunikations- und Medienwissenschaften, Soziologie und Anthropologie) ein individuelles und interessantes Programm zusammenstellen. Fortgeschrittene Studierende haben die Möglichkeit, in den Archiven der deutschen Kolonialepoche der Stadt zu forschen.

Das Studium lässt sich auch mit einem Praktikum beim Goethe-Institut verbinden, der bisher einzigen deutschen Kulturinstitution in Afrika, die ausschließlich von einheimischen Mitarbeiter_innen geleitet wird und ein wichtiges Forum für Theater, Literatur und Kunst in Togo bietet. Anstelle eines Vollstudiums besteht auch die Möglichkeit, in der vorlesungsfreien Zeit (zahlungspflichtige!) Französischkurse für Ausländer_innen zu belegen.

Internetzpräsenz der Universität: www.univ-lome.tg

Weitere Informationen über Susanne Gehrmann oder Joel Glasman.

 

University of Nairobi, Kenia

Mehr Informationen zu University of Nairobi folgen. Ansprechpartner: Lutz Diegner.

 

University of Pretoria, Südafrika

The University of Pretoria prides itself in offering international students a safe and stimulating environment in which to learn, and also to experience the vibrant culture of South Africa’s capital city.  Situated in Gauteng Province, the University offers easy access to no less than five neighbouring universities, the National Library, national, institutional and private archives, museums, galleries and other arts and culture precincts.

International students can choose from a vast offering of undergraduate and postgraduate modules (both lecture and seminar-styled) in the Faculty of Humanities. The Department of Historical and Heritage Studies offers students modules in Global history, South African History and Heritage and Cultural Tourism.  At postgraduate level, Prof Alois Mlambo’s seminar on modern African history has enjoyed great popularity from students from South Africa, Africa and further abroad.  Dr Thula Simpson offers courses related to his research on the history of the African National Congress and Dr Nisa Paleker offers opportunities in African Film History.  The Department of Anthropology and Archaeology has experienced impressive growth over the past few years thanks to the initiatives and input of Prof John Sharp with the Human Economy Programme . Archaeologists like Prof Innocent Pikirayi , Dr Alexander Antonites and Dr Ceri Ashley expose students to practical work on sites ranging from late Iron Age World Heritage Sites like Mapungubwe to failed mission stations in Botswana. The Sociology Department offers courses popular with exchange students, especially the Industrial Sociology programme with its focus on the platinum mining complexes around Rustenburg, led by Prof Andries Bezuidenhout. The Division for Visual Culture Studies presents undergraduate courses on visual colonialisms, visual and textual literacies, gender and feminism in postcolonial spaces. At postgraduate level they teach visual research methodologies and also focus on the politics of space.  The co-ordinator of this division is Prof Amanda du Preez.

Representatives from all three clusters in the humanities recently also joined forces to launch a taught Master’s programme in African-European Cultural Relations, The courses in cultural theory, cultural history and philosophy offered in this programme already proved highly relevant to exchange students from the University of Konstanz, because of the aim of de-centering the European Gaze in these courses. Besides the formal courses, this MA programme also includes a Legotla component, which offers students a highly interactive discussion forum

The School for Languages in the UP Humanities Faculty enable undergraduate students to study Afrikaans, English, Northern Sotho (SePedi), isiZulu, isiNdebele, Spanish, French, Portuguese and German.  French specialist Annemarie de Beer coordinates research on genocide narratives in Francophone Africa, and offers an honours course on biography writing, Germanist Stephan Muehr's research on genocide literature in Namibia also resonates in his postgraduate teaching.  Marcelene Massoua teaches courses in translation. Polo Moji from neighbouring Lesotho is a postdoctoral fellow in French. Besides having initiated a Gender Research group in the Faculty, Dr Moji's work on womanism and her innovative application of Glissant's writings to southern Africa, add to the offering of the Dept of Modern European Languages. As from 2014, this Department also offers courses in Portuguese, increasing the Department's embeddedness in the Southern African region and its commitment to facilitating research in and on Africa.

For further information, students are welcome to write directly to Prof Lize Kriel, Visual Culture Studies, Department of Visual Arts: Lize.Kriel@up.ac.za.

Please also visit the website of the University of Pretoria: Faculty of Humanities and Department of Visual Arts.

 

ERASMUS

Das ERASMUS-Programm bietet die Möglichkeit für Studienaufenthalte an Partneruniversitäten im europäischen Ausland. Nach Abschluss des ersten Studienjahres kann ein Studienaufenthalt zwischen drei und zwölf Monaten an einer ausländischen Partnerhochschule bis einschließlich der Promotion gefördert werden.

Alle wichtigen Informationen zu Aufenthalten an europäischen Hochschulen und zum ERASMUS-Programm sind auf der Seite des International Office zu finden.

 

Land

Universität

Kurzinfo

Sprachliche Voraussetzungen

Homepage

Frankreich

Institut national des langues et civilisations orientales (INALCO), Paris

Institut für Sprachen und Kulturen u.a. in Afrika sowie Geographie, Geschichte, Politik und Wirtschaft.

Französisch

www.inalco.fr

Holland

Leiden University

B.A. zu African Languages and Cultures, M.A. African Studies

Offizielle Sprache des B.A. Niederländisch, des M.A. Englisch

www.leiden.edu

Österreich

Universität Wien

Institut für Afrikawissenschaften: Geschichte, Sprache und Literatur; Sprachangebot: Hausa, Bambara, Swahili

Deutsch

www.univie.ac.at

Schweden

Dalarna University, Falun

Es gibt das Dalarna University Centre for African Studies (nur Master-Programm; Sprachen: Amharisch, Swahili)

(Schwedisch), Englisch

www.du.se

 

ERASMUS-Beauftragter am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften ist Prof. Christian Bauer;  am Seminar für Afrikawissenschaften ist die Beauftragte Dr. Pepetual Mforbe Chiangong.