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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

30.01.: Mies van der Rohe und Japan. Eine Vernetzung

Vortrag von Dr. Inge Andritz, Technische Universität Wien
Wann 30.01.2020 von 18:15 bis 20:00 (Europe/Berlin / UTC100) iCal
Wo Mori-Ôgai-Gedenkstätte, Luisenstraße 39, 10117 Berlin
Kontaktname Dr. Harald Salomon
Kontakt Telefon 030- 2093-66923

Mies van der Rohe: Haus Farnsworth © Jon Miller

 

Die Architektur des deutsch-amerikanischen Architekten Mies van der Rohe mit der japanischen Baukunst in Verbindung zu setzen, scheint auf den ersten Blick nicht naheliegend; und doch zeigen sich bei tieferer Betrachtung Analogien in der Raumkonzeption. Auch wenn Mies, Vertreter einer urbanen Moderne, nie in Japan war, lassen sich in seinem Werk räumliche Motive erkennen, die durchaus von der vormodernen japanischen Baukultur inspiriert sein könnten – möglicherweise vermittelt über „Zwischenwirte“ wie Frank Lloyd Wright und die niederländische De-Stijl-Gruppe oder auch Publikationen des Wasmuth-Verlags. Um dem nachzugehen werden drei Häuser, in denen Mies radikale räumliche Lösungen entwickelt, mit Raumkonzepten des traditionellen japanischen Hauses in Beziehung gesetzt und auf Gemeinsamkeiten untersucht.

 

Es handelt sich um einen Beitrag zur Vorlesungsreihe "Architekturen der Begegnung", die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität organisiert wird.

 

Inge Andritz

Studium der Architektur,
Mitarbeit im Atelier von Roland Rainer,
Lehr- und Forschungstätigkeit an den Technischen Universitäten Graz und Wien, Dissertation über Mies van der Rohe,
2018 Publikation: Mies van der Rohe und Japan.

Das Interesse an der japanischen Kultur wurde unter anderem durch Retrospektiven der Filme von Akira Kurosawa, Yasujirô Ozu und Kenji Mizoguchi im Österreichischen Filmmuseum geweckt.