Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Fotoausstellung: Framing Muslims

10 Fotografen | 10 Länder | 20 Bilder

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es, und doch vergessen wir oft, dass wir mit Fotos nicht nur Realitäten abbilden, sondern diese auch schaffen. Im Akt des Fotografierens machen wir uns ein Bild von der Welt. In jeder Aufnahme wird auch etwas ausgeblendet.

Was als „muslimisch“ klassifiziert wird ist häufig gottesfürchtig, überwiegend männlich und uneingeschränkt traditionell. Ausnahmen bestätigen entweder die Regel oder reduzieren ihre Motive auf Formen des Protests und der Grenzüberschreitung. Das Ziel dieser ethnographischen Fotoausstellung ist es, alltägliche, banale, zum Teil unterrepräsentierte Aspekte des Lebens in islamisch geprägten Gesellschaften einzubeziehen. Die Fotografien zeigen die Komplexität alltäglicher Erfahrungen: konfliktträchtige Gebiete werden Orten gegenübergestellt, an denen das Gebet und das Bedürfnis nach Vergnügen und einfachen Freuden Hand in Hand gehen. Hinzu kommen Bilder von muslimischen Gemeinschaften im Dialog mit der nichtmuslimischen Mehrheit und von Situationen, in denen das Muslim-Sein der Dargestellten gegenüber ihrem Mensch-Sein in den Hintergrund tritt.

Das Projekt „framing muslims“ dokumentiert zugleich das breite Spektrum an regionalen und kulturellen Schwerpunkten, die die Vielfalt der Forschungsprojekte an der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies ausmacht.

 

Ort

Invalidenstraße 118, 2.Etage
Seminar für Südasien-Studien

 

Zeit

30. April – 30 Juni 2014