Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

06.12.22 - 30.04.23: Ausstellung "Ogais Orte"

Ogais Orte. Ein Literat in der Erinnerungskultur Japans

 

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Im Juli 2022 jährte sich der Todestag des japanischen Literaten Mori Rintarō, genannt Ōgai, zum 100. Mal. Das materielle Gedenken kristallisiert sich heute an vier bedeutsamen Lebensstätten, an Ōgais Orten: in Tsuwano, dem Geburtsort im Südwesten der Hauptinsel Honshū; in Tokyo, dem langjährigen Wirkungsort des Literaten; in Kokura (heute Kitakyūshū) auf der Insel Kyūshū, einem von Ōgai ungeliebten Ort des Exils; schließlich in der alten Hauptstadt Nara, einem Sehnsuchtsort, der den späteren Direktor der Kaiserlichen Museen faszinierte.

Den Ertrag einer Reise an diese Orte zeigt nun eine Ausstellung in der Mori-Ōgai-Gedenkstätte der Humboldt-Universität. Über 50 dokumentarische Fotografien, Situationspläne und in den Memorialstrukturen hervorgehobene Schlüsseltexte stehen miteinander im Dialog. Erstmals werden die materiellen Erinnerungsorte an das Wirken Ōgais vergleichend vorgestellt und hinsichtlich der Kontexte ihrer Entstehung, der Strategien ihrer Gestaltung und der Formen ihrer Aneignung kritisch betrachtet.