Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

26.08.2022: Inspiration Ōgai

Gespräch, Film, Lesung, Performance. Eine intermediale Veranstaltung mit ITŌ Hiromi, Lena STOLZE und Rainer STRECKER

Im Jahr 2022 jährt sich der Todestag Mori Ôgais zum 100. Mal. Die japanische Dichterin ITŌ Hiromi, Dorothea Schlegel Artist in Residence des Exzellenzclusters „Temporal Communities“ an der Freien Universität, hat ihren Berlin-Aufenthalt unter das Motto „Auf den Spuren von Ōgai“ gesetzt. Mit der geplanten Veranstaltung soll Ōgais Bedeutung und Weiterwirken an einem besonders attraktiven Beispiel herausgestellt werden. Ausgangspunkt ist eine berühmte Erzählung Ōgais, „Sanshō, der Landvogt“, die zurückgeht auf einen mittelalterlichen, buddhistisch geprägten Stoff, später im Bunraku-Puppentheater, im Kabuki u.a.m. verarbeitet. Auf Ōgais Erzählung basierend entstand ein bedeutender Film der Kinogeschichte, MIZOGUCHI Kenjis „Sanshō Dayū“ (Silberner Löwe Venedig 1954). ITŌ hat 1993 eine neue Version aus weiblicher Perspektive als Ballade geschaffen, die sie im Stil der traditionellen Wandererzähler performt. Aus diesen Elementen wird in neuartigem Format eine Veranstaltung in vier Teilen à 30 Min. mit Publikumsgespräch angeboten.

Eine Kooperation zwischen dem Exzellenzcluster „Temporal Communities“ (Freie Universität Berlin), dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin und der Mori-Ōgai-Gedenkstätte der Humboldt-Universität zu Berlin.

 

Programm

1. Gespräch mit ITŌ Hiromi: Warum Ōgai? Die Fragen stellt: Irmela HIJIYA-KIRSCHNEREIT. Das Gespräch wird dt.-jp. gedolmetscht.

2. Lesung: Ausschnitte aus Ōgais Erzählung „Sanshō, der Landvogt“ durch Rainer STRECKER, eingeführt durch Irmela HIJIYA-KIRSCHNEREIT

- Pause -

3. MIZOGUCHI Kenjis filmische Adaption “Sanshō Dayū - Sanshō, der Landvogt”, vorgestellt von Harald SALOMON

4. ITŌ Hiromi performt “Watashi wa Anju himeko de aru”, alternierend Lesung der Übersetzung „Ich bin Prinzess Anju“ durch Lena STOLZE

Anschließendes Publikumsgespräch, moderiert von Harald SALOMON

 

Wir bitten um Anmeldung unter dem folgenden Link: JDZB