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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Ausstellungen

Dauer- und Sonderausstellungen der Mori-Ôgai-Gedenkstätte

 

Aktuelle Sonderausstellung
 

Die Mori-Ôgai-Gedenkstätte ist bis auf Weiteres geschlossen. Diese Maßnahme soll helfen, die Verbreitung des Coronavirus so gering wie möglich zu halten. Wir bitten unsere Besucherinnen und Besucher um Verständnis.

 


 

»Zwischen den Kulturen« - Dauerausstellung

 

Die deutsch- und japanischsprachige Dauerausstellung »Zwischen den Kulturen« wurde nach längeren Umbauarbeiten im 250. Geburtsjahr Wilhelm von Humboldts eröffnet. Die Ausstellung arbeitet das vielfältige Wirken Mori Ôgais und seine Beziehung zu Berlin heraus und stellt sie in den Kontext der wissenschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Japan.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts öffnete sich Japan auf Drängen der Staaten Europas und Nordamerikas, nachdem die weitgehende Isolierung des Landes mehr als zweihundert Jahre angedauert hatte. Das Inselreich stand vor der Herausforderung, sich binnen weniger Jahrzehnte in einen modernen Nationalstaat zu verwandeln, um sich im »Strom der Weltgeschichte« zu behaupten.

Im Zentrum der Reformen, die alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens durchdrangen, standen Erziehungswesen und Wissenschaft. Ausländische Spezialisten wurden nach Japan gerufen, wo sie grundlegende Strukturen des Bildungssystems aufbauten. Zugleich wurden junge Studierende ins Ausland entsandt, um neues Wissen zu erwerben oder ihre Kenntnisse zu vervollkommnen. Annähernd 750 unter ihnen schrieben sich in den Jahren 1870 bis 1914 an der »Berliner Universität« ein. Nach ihrer Rückkehr gelangten diese Brückenbauer in einflussreiche Positionen in Bildung, Kultur, Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft.

Unter ihnen befand sich Mori Ôgai. Durch die Annäherung an eine andere Kultur gewann er nicht nur ein neues Verständnis seiner selbst, sondern wurde auch mit neuen Konzepten von Staat und Religion sowie von Kunst und Wissenschaft vertraut. In diesem Sinn sind seine Erfahrungen paradigmatisch für eine Generation japanischer Intellektueller, die während des Übergangs zur Moderne im Spannungsfeld zwischen Asien und Europa nach einer neuen Identität suchten.

Die Mori-Ôgai-Gedenkstätte sieht sich in dieser Tradition des Wirkens zwischen den Kulturen. Sie lotet Leben und Werk dieser Symbolfigur der deutsch-japanischen Beziehungen aus und ergründet die vielschichtigen Begegnungen zwischen Japan und Europa an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert.

 

Konzept & Texte: Dr. Harald Salomon und Beate Wonde
Kuratiert von Beate Wonde

Unter Verwendung der Übersetzungen von Heike Schöche (Deutschlandtagebuch), Jürgen Berndt (Ballettmädchen) und Wolfgang Schamoni (Im Umbau, Über die Freiheit der Universität) sowie des Lexikons Japans Studierende in Deutschland 1868-1914 von Rudolf Hartmann.

Dramaturgie, Gestaltung & Planung:
Studio IN - Carla Isern, Cristina Navarro
gemeinsam mit Gema Aparicio
Lichtplanung: Anja Böhlke

 


 

Vergangene Sonderausstellungen

 

"Hundertmal gescheitert, niemals aufgegeben"
Kalligraphien von Yoshimi Shôkô zu Zeilen von Mori Ôgai
17. Januar 2020 bis 12. März 2020

Suzukazumi. Kalligraphietusche aus Suzuka
Kleinode des japanischen Kunsthandwerks
23. Juli 2019 bis 10. Januar 2020

Tokyo Blurred
Fotografien von Peter Brune aus 25 Jahren Japan
10. Januar 2019 bis 12. Juli 2019

Ein preußischer Polizeihauptmann in Japan
Friedrich Wilhelm Höhn (1839-1892)
Eine Spurensuche
2. August 2018 bis 20. Dezember 2018

Detour
Eine Installation von Tomoko KAWAI
2. Juli 2018 bis 30. Juli 2018

Waking ocean, sleeping rock: Japan's seaside by night
目覚める海、眠る岩 日本臨海夜景
Fotografien von Katsuhito NAKAZATO 中里和人
3. April 2018 bis 22. Juni 2018

"Fliegende Fische"
Japan-Fotografien von Patricia Escriche
13. Oktober 2017 bis 23. März 2018

Die gefangene Nachtigall
Fotografische Haiku-Interpretationen von Nadja Siegl
6. Juli 2017 bis 6. Oktober 2017

"Ein Paradies der Kinder": Der westliche Blick auf Kindheit in Japan um 1900
Thematische Sonderausstellung der Mori-Ôgai-Gedenkstätte. 28. April 2016 bis 30. Juni 2017, Mori-Ôgai-Gedenkstätte・3. September bis 26. November, Siebold-Museum Würzburg・11. Januar bis 25. Februar, Ekô-Haus Düsseldorf

Nachklang・余韻
Papierarbeiten von Masko ISO
30. Oktober 2015 bis 31. März 2016

Between the Lights
Fotografien von MATSUDA Toshimi
1. April 2015 bis 15. Oktober 2015

Bild · Pinsel · Schrift
Kalligraphien von Frank Merten
20. März 2014 – 20. März 2015

Mori Ôgai als Lehrer für künstlerische Anatomie
Ôgai an der Schnittstelle von Wissenschaft und Kunst, von Medizin und Malerei/Bildhauerei, als Begründer des Lehrfaches "Plastische Anatomie" in Japan (mit Kume Kei'ichirô).
31. August 2013 bis 14. März 2014

Ôgais "Haus Meerblick" –  vom Wohn- und Schaffensort zur Gedenkstätte
In Zusammenarbeit mit der Bürgervereinigung zur Aufarbeitung der Kultur und Geschichte des Stadtbezirkes Bunkyô Fumi no miyako chiiki bunka Interpreter no kai und der Mori-Ôgai-Gesellschaft.
13. März 2013 bis 23. August 2013

Tsuwano
Kindheitsorte des Dichters Ôgai MORI Rintarô (1862-1922)
17. Februar 2012 bis 17. Februar 2013

Grundkurs - Poesie eines Lehrbuchs
Arbeiten auf Papier von Thomas Baumhekel
13. Oktober 2011 bis 30. Januar 2012

Living Absence
Fotografien von TERADA Mayumi
7. April 2011 bis 30. September 2011

IROHA
Kalligraphien zu einem poetischen Pangramm
4. November 2010 bis 30. März 2011

"Fülle in der Leere"
Bilder von Lydia Brüll
15. Juli 2010 bis 29. Oktober 2010

Taki no oto / "Das Rauschen des Wasserfalls"
"Hundert Gedichte von hundert Dichtern" / Hyakunin isshu
29. Oktober 2009 bis 12. Juni 2010

Japan intuitiv
Arbeiten von Sigrid Noack
6. Juli 2009 bis 23. Oktober 2009

Strichcodes
Collagen und Malerei von Erika Stürmer-Alex
6. April 2009 bis 30. Juni 2009

"... wie klein dagegen
war doch all mein Kummer
bevor ich dich gekannt"

Kalligraphien zu der japanischen Gedichtsammlung aus dem
13. Jahrhundert "Hundert Gedichte von hundert Dichtern"
23. Oktober 2008 - 30. März 2009

Robert Koch in Japan
12. Juni 2008 - 21. Oktober 2008

Zwischen Hier und Dort
Frank Merten: Malerei / Tusche
1. April 2008 bis 11. Juni 2008

Mouvances
Arbeiten von Tawara Noriko
11. Oktober 2007 bis 30. März 2008

Straßendeckel
Kunst auf dem Weg. Fotoausstellung von Annett Stroetmann
19. April 2007 bis 5. Oktober 2007

SHIBOKU
Kalligraphien zu Gedichten von Kaneko Misuzu (1903 - 1930)

KEWPIE
Mai bis Oktober 2006

Takano Atsushi (Lebenslauf deutsch) (日本語) Tsuwano - Kioto en miniature (日本語)
29. August 2005 bis 19. September 2005, Humboldt-Universität, Kommode
21. September 2005 bis 30. März 2006, Mori-Ôgai-Gedenkstätte

Ô-gai: Ausstellung der Einsendungen des Kalligraphiewettbewerbs zur Gestaltung der Hauswand
Herbst 2004 bis August 2005

Rena MASUYAMA, Tokyo: Bunri suru karada / "Getrennte Körper"
1. September 2005 bis 8. Oktober 2004

"Senda Koreya 1904 - 1994. Ein Leben für das Theater"
10. Juni 2004 bis 15. August 2004

"Im Traum bin ich wieder jung..." Kalligraphien von Studenten des Kurses von Frau Suikô SHIMON zu Mori Ôgais "Tagebuch in Gedichtform" / Uta nikki
Oktober 2003 bis April 2004

"Gutes ist am besten gleich getan" Japanische Sprichwörter und Kalligraphien
März 2003 bis September 2003

Schenken in Japan
Januar 2003 bis März 2003

"Zen-Kalligraphie im Teehaus" Kalligraphien von Studenten der Klasse von Suikô SHIMON
10. Januar 2003 bis 27. November 2003

"Masken des Theaters" Ausstellung von Uwe KRIEGER
5. November 2001 bis 7. Dezember 2001

"Das historische Nara aus der Sicht japanischer Kinder"
Preisgekrönte Schülerzeichnungen
17. August 2001 bis 1. November 2001

"Handschriften der Ewigkeit" Kalligraphische Variationen
29. November 2000 bis 16. Mai 2001

"Stielblütengras" Aquarelle von OKADA Tadaomi nach Kurzgedichten von Mori Ôgai
1. September 2000 bis 15. November 2000

"Das Mittelalter im heutigen Kyoto" Fotoausstellung von UTSUMI Hiroshi
18. Mai 2000 bis 27. August 2000

"Niwa / Garten" Ausstellung textiler Kunst von YAMASHITA Tamiko
7. Mai 1998 bis 30. September 1998

"Fadenspiele" Ausstellung textiler Kunst von YAMASHITA Tamiko
7. Mai 1998 bis 30. September 1998

"Mori Ôgai als Wegbereiter der Goethe-Rezeption in Japan"
28. August 1999 bis 20. Oktober 1999, Humboldt-Universität, Foyer
25. Oktober 1999 bis März 2000, Mori-Ôgai-Gedenkstätte

"Tampopo" Kalligraphien von Studenten nach Zen-Gedichten von Sakamura Shimmin

"Nails that don't bend" Eine Fotoreise durch Japan von Stan GROSSFELD
4. Dezember 1997 bis 31. März 1998

"Altes Japan - Neues Japan" Aus der Sicht westlicher Japanreisender
10. März 1997 bis 30. September 1997

Mori Ôgai: "Der Briefbote" (Fumizukai)
15. Januar 1996 bis 15. Juni 1996

Fotoausstellungen von Mario AMBROSIUS
20. Juli 1996 bis 25. Oktober 1996

 

Foto: Kai Kappel