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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

ANOR Übersicht

ANOR 2
Nekrasova, Yelizaveta: Die Basare Bucharas vom 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert.
Das Antlitz einer Handelsstadt im Wandel.
1998. 76 S., Paperback, ISBN 3-87997-599-X, EUR 8,60

Die Studie ist den Märkten und den verschiedenen Typen von Handelsbauten in der alten mittelasiatischen Handelsstadt Buchara gewidmet. Anhand reicher archäologischer, architektonischer, ethnographischer und schriftlicher Quellen verfolgt die Autorin die Entwicklung der Märkte von der Islamisierung im 8. bis ins frühere 20. Jahrhundert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Lokalisierung der Basare in den einzelnen Stadtvierteln sowie auf ihrer baulichen Struktur und wirtschaftlichen Spezialisierung. Um die Märkte herum bildeten sich kulturelle und soziale Zentren heraus, die mit Karawansarays, Handelskuppeln, Moscheen und Badehäusern ganz auf die Interessen der Gewerbetreibenden und ihres Publikums abgestimmt waren. Insbesondere das 16. Jahrhundert ist durch eine rege Bautätigkeit und weitreichende Handelsbeziehungen gekennzeichnet. Einen grundlegenden Wandel erfahren die meisten Basare erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als Buchara zunehmnend in den Orbit der Kolonialmacht Rußland gezogen wird und Mittelasien zunehmend zum Rohstofflieferanten und Abnehmer von von Fertigprodukten wird.
Der Beitrag wird durch zwei historische Stadtpläne, den Plan einer Ladenstraße sowie weitere Abbildungen ergänzt.



 

ANOR 4
Kleinmichel, Sigrid: Halpa in Choresm und Atin Ayi im Ferghanatal. Zur Geschichte des Lesens in Usbekistan im 20.Jh.
2000. 364 S., Paperback, ISBN 3-87997-600-7, EUR 24,60

Diese Arbeit stellt die Halpa in Choresm und die Atin Ayi im Ferghanatal als Vortragende religiöser Texte vor. Ihr Werdegang und ihre Funktion im Alltagsleben werden beschrieben. In einem Überblick über ihr Repertoire wird eine kurze Charakterisierung der Texte gegeben. Diese wurden im 20. Jahrhundert nicht publiziert, jedoch parallel zu den gedruckten Büchern gelesen. Sie blieben außerhalb des Interesses jener Leser, die sich der modernen Literatur zugewandt hatten. Eine Geschichte des Lebens in Usbekistan im 20. Jahrhundert wird den Beitrag der Frauen, die die in Lithographien und Handschriften überlieferte Literatur tradierten, berücksichtigen müssen.



ANOR 5
Fragner, Bert G.: Die "Persophonie". Regionalität, Identität und Sprachkontakt in der Geschichte Asiens.
1999. 120 S., Paperback, ISBN 3-87997-601-5, EUR 8,60
Neuauflage in Vorbereitung

"Zuletzt erlaube ich mir noch eine sachliche Bemerkung über meine Verwendung des Wortes 'Persophonie'. Es kommt ja schon im Titel vor und wird späterhin wiederholt strapaziert. Streng genommen sollte es in dem ganzen Text in Anführungszeichen gesetzt werden. Ich setze dieses Wort für einen Zustand ein, der nicht nur die Qualität der Verwendung des Persischen in einem geographisch zu bestimmenden Raum indiziert, sondern auch diesen Raum, ja sogar 'Raum-Zeit', benennt. Ich habe sogar daran gedacht, diesen Begriff durch die imaginäre Bezeichnung eines imaginären Landes 'Persophonien' zu ersetzen, bin aber davon abgekommen. Die 'Persophonie' umreißt hier sowohl den durch dieses Wort ausgedrückten sprachlichen Zustand als auch seine sich im Laufe der Zeit stets ändernde gographische Ausdehnung. Der Begriff 'Persophonie' erfährt hier also gegenüber seiner zu erwartenden, allgemeinsprachlichen Verwendung eine Bedeutungsänderung, die in diesem Text konsequent durchgehalten wird. Genau genommen ging es mir darum, den überaus passenden, aber schwer zu übersetzenden persischen Ausdruck 'qalamrau-i zabän-i färsi' zu repräsentieren. 'Persophonie' steht gewissermaßen als ein 'Makro' dafür."



 

ANOR 6
Eisener, Reinhard: Konterrevolution auf dem Lande. Zur inneren Sicherheitslage in Mittelasien 1929/39 aus der Sicht der OGPU.
1999. 120 S., Paperback, ISBN 3-87997-602-3, EUR 11,70

Mit diesem Büchlein betrete ich wenig erforschtes Gebiet: die erste Phase der "Kollektivierung" und "Entkulakisierung" 1929/30 in Mittelasien (sprich: Kirgizstan, Tadschikistan, Turkmenistan und Uzbekistan). Ein schwieriges und unwegsames Terrain. Da muß erst einmal Material aufgehäuft werden, in der Manier von Entdeckern aus vergangenen Jahrhunderten, bevor es ans Sichten, Systematisieren und Interpretieren gehen kann. Ich mache hier nur ein paar erste Schritte. Meine wichtigste Stütze dabei bilden bislang unveröffentlichte Dokumente aus sowjetischen Archiven. Im Zentrum steht der Jahresbericht von der "Vereinigten Staatlichen Politischen Verwaltung" OGPU - "Streng Geheim"! - Im Zuge meiner Arbeiten an der Übersetzung und Erläuterung dieses Dokumentes sah ich mich veranlaßt, wesentlich ausführlicher der Frage seiner historischen Verortung nachzugehen, als ich dies ursprünglich beabsichtigt hatte. Und so geriet, was als Heft geplant war, als Büchlein.


 



 

ANOR 7
Allworth, Edward A. : The Preoccupations of Abdalrauf Fitrat, Bukharan Nonconformist. An Analysis and List of his Writings.
2000. 72 S., Paperback, ISBN 3-87997-603-1, EUR 8,60

During the 1920s and 1930s, The New York Public Library and the Library of Congress of the USA acquired for their collections at least 10 books and paphlets written by the subject of this analysis, 'Abdalrauf' Abdurahimoghli Fitrat (1886-1938) and published between 1923 and 1927, inclusively. Togehter with other materials from Central Asia, they are included in the online catalogue of The New York Public Library.
The paper retraces the life and career of 'Abdalrauf Fitrat, one of the major figures in Central Asian and especially Bukharan history and literature of the early 20th century, and it gives a list of his published and unpublished writings: political pamphlets and literary as well as scholarly texts. This bibliography enlarges previous lists of Fitrat's works (none of them available in English), and it probably lists most of his works (191 entries in alphabetical order by title). "To summarize: the chronology of stages in 'Abdrauf Fitrat's major nonconformity reach from the beginning to end of his professional career."



 

ANOR 8
Bellér-Hann, Ildiko: The Written and the Spoken. Literacy and Oral Tradition Among the Uyghur.
2000. 72 S., Paperback, ISBN 3-87997-604-X, EUR 10,20

Scholarly interest in the Uyghur, a Turkic speaking Muslim population who live in the Xinjiang Uyghur Autonomous Region in norhwest China has grown in recent years but both the people and the region are poorly understood relative to other parts of the Muslim world. Research is impeded by the difficulty in accessing archival sources locally and by the limitations on ethnographic fieldwork.
This paper breaks new ground by focusing on literacy and oral transmission. Drawing on diverse indigenous and foreign sources and making use of modern anthropological literature, it documents the intermingling of the two forms of transmission at the end of the nineteenth and early twentieth centuries. It argues that, although the majority of the population were illiterate, they were aware of the written word and its uses. It also examines the main features of traditional Islamic education, the most important site for transmitting literacy, as well as the first attempts to reform Islamic schooling. The last part of the paper focuses on the modern period and draws on the author's own field research in the region. Here the argument is that, in spite of universal schooling and nominally high rates of literacy, oral transmission has retained its importance both in urban and in peasant society.



 

ANOR 9
Kazakov, Bahadir: Bukharan Documents. The Collection in the District Library, Bukhara.
2001. 104 S., Paperback, ISBN 3-87997-605-8, EUR 10,20

The District Library in Bukhara holds about 2000 documents from the 16th to the ealy 20th century. The present paper offers a history of the collection, a detailed description of the holdings by types of documents and by chanceries. Appendixes supply a glossary of terms used in the documents, and five items are published here for the first time in facsimile and English translation: a decree issued by Nauruz Ahmad Khan (dated 1556), and three transactions concerning landholdings dated 1883, 1899 and 1920. Thus, the paper is a contribution to the administrative and social history of the Bukharan amirate, a subject which has been seriously neglected until present.



 

ANOR 10
Amanžolova, Dina A.: Ausgangspunkte moderner Staatlichkeit: Kasachstan 1900-1920.
2003. 68 S., Paperback, ISBN 3-87997-621-X, EUR 8,60

Kasachstan erreichte Ende 1991 erstmals staatliche Unabhängigkeit, doch entwickelten sich Bestrebungen nach Autonomie und Staatlichkeit in der kasachischen Nationalbewegung Alaš bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Nach Oktoberrevolution und Bürgerkrieg wurden die von Kasachen besiedelten Gebiete dann als autonome Republik im Rahmen der RSFSR erstmals vereint. 1936 erhielt die KASSR den Status einer Unionsrepublik.
Der Schwerpunkt dieses Papers liegt auf den politischen Auseinandersetzungen, die in den Jahren 1918-20 der Gründung der KASSR vorangingen. Die Autorin zeichnet anhand von Archivmaterialien nach, wie die Alaš-Führer in den Jahren 1918-20 zunächst die Zusammenarbeit mit den "Weißen" suchten, sich dann aber mit den bol'ševistischen Siegern des Bürgerkrieges auseinandersetzen mussten. Die Verfechter einer kasachischen Autonomie waren organisatorisch schwach und in Sachfragen uneinig, das Nationalbewusstsein der Bevölkerung gering entwickelt; ihr Hauptziel, die Autonomie konnten die Alašordincy noch erreichen, bevor sie von den Bol'ševiki endgültig von der politischen Bühne verdrängt und verhaftet wurden.



 

ANOR 11
Frank, Allen J. / Usmanov, Mirkasyim A.: Materials for the Islamic History of Semipalatinsk:
Two Manuscripts by Ahmad-Walî al-Qazânî and Qurbân 'alî Khâlidî.
2001. 98 S., Paperback, ISBN 3-87997-606-6, EUR 10,20

Semipalatinsk in eastern Kazakhstan was one of the largest and most influential of imperial Russia's Islamic religious and educational centers, but despite its stature, it is also the most poorly documented, at least in published sources.
The two manuscripts wich are being published and translated in this study are major and heretofore unknown sources for Islamic culture in imperial Russia in general, and for the city of Semipalatinsk in particular. They are primarily histories of Semipalatinsk's Muslim religious institutions: the city's mosques, madrasas and scholars, as well as the merchants who supported these institutions. The texts provide us with unparalleled information on the personalities who constituted this major Islamic cultural center and also with unique evidence on the scholarly and Sufi networks that linked Semipalatinsk and eastern Kazakhstan with the rest of the Islamic world.



 

ANOR 12
Kendirbai, Gulnar: Land and People. The Russian Colonization of the Kazak Steppe.
2002. 80 S., Paperback, ISBN 3-87997-502-7, EUR 10,20

The Russian colonization of the Kazak steppe was characterized by the seizure of Kazak grazing lands by voluntary Europeans, mostly Russian Cossacks and peasants. This process began soon after the annexation of the Kazak Younger Horde in 1731, long before the Kazak lands were officially declared state property given to the Kazaks for collective use in the Provisional Statute of 1868.
The paper investigates this process of colonization. Special attention is given to the proceedings of the official commissions who tried, on the basis of "scientific" reasoning, to delimitate the amount of land required for the Kazaks and their flocks and thus to provide a rationale to hand all the "excessive" lands over to the settlers. It is based on the reports of these commissions, on archival sources and on contemporary Kazak material.



 

ANOR 13
Wennberg, Franz: An Inquiry into Bukharan Qadimism. Mirza Salim-bik.
2003. 74 S., Paperback, ISBN 3-87997-608-2, EUR 8,60

This study focuses on a servant in the fiscal administration of the Bukharan emirate, Mirza Salim bik (1848 or 1850 - 1930) who reached the peak of his career between 1917 and 1920, a time of tension in Bukhara. He certainly was no admirer of the jadid movement, so this study also is a tentative, albeit hopefully also a rather circumspect attempt to write a biography of a Bukharan qadim, although admittedly maybe not a very typical one. The paper thus also aims at shedding some light on the hitherto neglected "old style" intellectuals (qadimchilar) in Central Asia. It uses published and unpublished sources, historiography as well as archival documents and personal narratives. It uses a broad range of Soviet and post-Soviet as well as Western scholarship.
Additionally, the evolution of concepts of time and space in Central Asian historiography plays a significant part in the paper.



 

ANOR 14
Kaganovich, Albert: The Mashhadi Jews (Djedids) in Central Asia.
2007. 92 S., Paperback, ISBN 978-3-87997-141-6, EUR 10,20

The Djedids are so called because they were "new" Muslims - newly converted from Judaism. It is the name for a relatively small group of Jews from Mashhad, Iran, who were more or less forced to accept Islam. Many of them subsequently left Iran for Tsarist Central Asia where they formed a separate group, although they partly also merged with Bukharan Jews. They prospered in international trade between the Tsarist Empire, Iran and Afghanistan, with the apex of their fortunes situated shortly before the outbreak of World War I. Because of the war and later as a consequence of the Revolution, decline set in.



 

ANOR 15
Gorshenina, Svetlana: The Private Collections of Russian Turkestan in the Second Half of the 19th and Early 20th Century.
2004. 206 S., Paperback, ISBN 3-87997-624-4, EUR 24,80

This paper explores the origins and contents of collections from Russian Turkestan. These collections were brought together by various people, officers in the Russian army, scientist, travellers and antiquaries. The author shows which items were collected and how the composition of the collections changed over time, much priced items becoming very expensive a few decades after the Russian conquest. The demand for antique objects very early on led to the creation of a specialised market in such objects.
The collections described in the paper were in a way instrumental in shaping the view Europeans held of Central Asia and Central Asians, since it were the objects brought from there, the drawings and, later on, the photographs wich were the visual counterpart of travelogues and other written reports.



 

ANOR 16
Erkinov, Aftandil: Praying for and against the Tsar: Prayers and Sermons in Russian-dominated Khiva and Tsarist Turkestan.
2004. 112 S., Paperback, ISBN 3-87997-628-7, EUR 10,20

Prayers and sermons, formal as well as informal, can serve as important sources for public opinion, spontaneous as well as elicited, in pre-modern societies. This paper offers some examples, taken from Khiva (Khorezm) following the Russian conquest in 1873. Two prayers, one written probably immediately after the conquest, the other during the Russo-Japanese war, are published here in the original Turki and in English translation. Sermons, and Friday sermons in particular, mention the name of the ruler, and of course it was a problem how non-Muslim rulers should be treated in this respect. Two versions of an officially drafted Friday sermon in favor of the Tsar are published here in the original Turki and in English translation, along with an essay by the journalist and politician N. Ostroumov (written in 1930) found in the Tashkent archives in which he discusses the history and significance of these sermons (in the original Russian and in English translation).


 


 

ANOR 18
Abashin, Sergej: Die Sartenproblematik in der russischen Geschichtsschreibung des 19. und des ersten Viertels des 20. Jahrhunderts.".
2007. 133 S., Paperback, ISBN 978-3-87997-645-4, EUR 10,20

In der Kolonialzeit wurde durch den Blick und die Tätigkeit des Empires die kolonisierte Welt eingeteilt und aufgeteilt, vermessen und verkartet, kategorisiert und typisiert. Bisher flüssige Verhätnisse, nicht zuletzt in der Selbstidentifikation von Gruppen und Subjekten, mussten eindeutigen Zordnungen weichen; nicht zuletzt binäre Gegensatzpaare waren dabei wichtig: Eine Gruppe von Leuten war entweder dies oder das.
Dieses Problem diskutiert die vorliegende Arbeit anhand der "Sartenproblematik". Sie zeigt die Entwicklung des wissenschaftlichen und administrativen Denkens der Russen in Mittelasien (aber auch von mittelasiatischen Autoren)über die Gruppe der "Sarten", einer teilweise von den entsprechenden Menschen selbst benutzte, teilweise zugeschriebene Identifikation für eine große Menge turkophoner Städter.


 


 

ANOR 19
Schrode, Paula: Die Totengeister der Uiguren. Beobachtungen zu Islam und Gesellschaft in Ostturkestan.
2007. 97 S., Paperback, ISBN 978-3-87997-646-1, EUR 10,20

Als Totengeister, "ärvahlar", haben die Verstorbenen bei den Uiguren einen bedeutenden Platz im Leben der Hinterbliebenen. Sie weilen unter ihnen, machen sich im Alltag bemerkbar und erwarten Zuwendungen untschiedlicher Art. In ihrer Nähe zur göttlichen Einflussspäre können sie sich umgekehrt den Lebenden gegenüber erkenntlich zeigen, wenn diese sie gut versorgen und ihr Andenken in Ehren halten. Zu zahlreichen alltäglichen und außeralltäglichen Anlässen werden den ärvahlar rituelle Handlungen gewidmet, in denen sich grundlegende religiöse und soziale Werte der Uiguren ausdrücken. Ausgehend von einer Analyse des Totengeisterkonzepts und einer Bestandsaufnahme seiner rituellen Umsetzungen als Teil des uigurischen Islams beleuchtet diese Studie auch allgemeine Strukturen und soziale Praktiken in der Gesellschaft Ostturkestans (Volksrepublik China).