Nachrichten am IAAW
Prof. Sarah Eaton: Interview on Sino-German Cooperation
TECHtonics project PI and Professor of Transregional China Studies at Humboldt University Berlin, Prof. Dr. Sarah Eaton in an interview with Chinese media platform South App discussed opportunities and risks for German industry in China, including partnerships on standardization.
AUSSCHREIBUNG Frauenfördermittel des IAAW 2026 (bis 19. April)
Liebe Institutsangehörige,
die Frauenfördermittel (FF) 2026 des IAAW sind ausgeschrieben. Die
Ausschreibung läuft vom 21. März bis 19. April 2026 am Abend.
Bei den Frauenfördermitteln des Instituts handelt es sich um Haushaltsmittel der
Universität. Deshalb gelten für die Verausgabung und Abrechnung dieselben
Regeln wie für herkömmliche HH-Mittel einer Professur oder des Instituts.
FF-Mittel sind 5 % aller Sachmittel des jeweiligen Instituts.
Antragsberechtigt sind:
- alle Frauen, die Studentinnen (im Erstfach am IAAW), Doktorandinnen
(offiziell promovierend am IAAW), Beschäftigte, Privatdozentinnen oder
Habilitandinnen am IAAW sind. Sie müssen zum Zeitpunkt der
Beantragung wie auch zum Zeitpunkt des Projekts und der Abrechnung
offiziell zum IAAW gehören.
- antragsberechtigt sind ebenfalls am IAAW beschäftigte Menschen jeden
Geschlechts, wenn sie die Förderung von nicht am IAAW beschäftigten
Frauen beantragen, bspw. für Lehraufträge. Bei Anträgen für
Nichtmitglieder des Instituts muss der Nutzen für das Institut im Antrag
deutlich gemacht werden.
Das Vorhaben (der Gastvortrag, der Lehrauftrag, die Reise usw.) darf erst nach dem Einreichen Ihres Antrags auf FF-Mittel liegen. D.h. Sie können sich keine Kosten aus der Vergangenheit erstatten lassen.
Sie können z.B. folgende Mittel beantragen:
- Mittel für Forschungszwecke, insbesondere zur Anfertigung einer
Promotion oder Habilitation,
- aktive Teilnahme an Kongressen, Tagungen; wissenschaftliche
Recherchen vor Ort,
- Lehrauftrag oder Gastvortrag von Frauen,
- Zuschüsse für Druckkosten, Reisekosten etc.,
- Kinderbetreuung während wissenschaftlicher Veranstaltungen
IT-Technik, Bücher und stipendienähnliche Zahlungen können nicht gefördert werden!
Ihr Antrag muss folgendes enthalten und zu einer pdf-Datei zusammengefasst
sein:
1. Ausgefülltes und unterschriebenes Deckblatt
2. Formloses Antrags- und Begründungsschreiben (max. eine Seite)
3. Lebenslauf
4. Bei Studierenden und Doktorandinnen aktuelle
Immatrikulationsbescheinigung
5. Kostenaufstellung des zu fördernden Projekts, Angabe der beantragten
Summe
6. Ggf. zusätzliche Informationen zum zu fördernden Projekt (z. B. Zusage
über eine Konferenzteilnahme, Programm der Tagung, offizieller
Kostenvoranschlag)
Unvollständige Anträge oder Anträge, die auf mehrere pdf-Dateien oder Emails
verteilt sind, gelten als nicht eingereicht.
Wenn Sie Fragen zur Ausschreibung haben, z.B. ob Ihr Vorhaben aus FF-Mitteln generell förderungswürdig ist, kommen Sie bitte nach Anmeldung per
Email in eine meiner Sprechzeiten:
23.03., 26.03., 13.04. und 16.04., 10:00 bis 12:00 Uhr.
(Nach Vereinbarung per Email sind ebenfalls der 27.03. oder 17.04. möglich.)
Beschäftigte und Doktorandinnen: Nach dem Ablauf der Ausschreibung am 19. April läuft die gesamte Organisation und Abrechnung ihres geförderten Vorhabens über Sie bzw. den:die Mitarbeiter:in im für Sie zuständigen Sekretariat. Sie selbst bzw. der:die Sekretariatsmitarbeitende lässt mir (als G1) und Herrn Estermann (als G2) die Anträge, Verträge oder Unterlagen zum Unterschreiben zukommen und überwacht die rechtzeitige Abrechnung.
Für Studentinnen (nicht Doktorandinnen) übernehme ich diese Aufgabe.
Noch ein letzter, sehr wichtiger Hinweis: Es handelt sich um Mittel des
Haushaltsjahres 2026. Das Haushaltsjahr endet an der HU ca. Mitte November
und bis dahin müssen Ihre Rechnungen bei der jeweiligen Stelle eingereicht sein.
Setzen Sie mich bitte beim endgültigen Einreichen Ihrer Abrechnungen oder
Rechnungen unbedingt cc, damit ich weiß, dass Sie rechtzeitig abgegeben
haben.
Reisekostenzuschüsse aus Frauenfördermitteln müssen noch früher
abgerechnet werden. Sie müssen der HU-Reisestelle Ihre vollständige
Reisekostenabrechnung spätestens am 30. September schicken und meine
Emailadresse cc setzen (keine nachträgliche Weiterleitung an mich, sondern cc-
Setzen meiner Emailadresse in der Originalemail). Das heißt, dass leider nur
Dienstreisen gefördert werden können, die bis 30.09. beendet und abgerechnet
sind.
Wenn Sie mit den administrativen Schritten zu Vertragsschließung,
Rechnungseinreichung oder Reisekostenbeantragung und -abrechnung an der
HU nicht vertraut sind, lassen Sie sich unbedingt frühzeitig von den
Mitarbeitenden im für Sie zuständigen Sekretariat beraten.
Am 27.04. wird über Ihre Anträge entscheiden und Sie bekommen bis 30. April Bescheid.
Emailadresse für Einreichung der Anträge und für Terminvereinbarung zur
Beratung: josephine.karge.1@hu-berlin.de
Information über aktuellen sicherheitsrelevanten Vorfall am Seminar für Ostasienstudien
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Studierende,
Recap: Gelungener 3. Indonesian Studies Day 2026 am IAAW
Knapp 100 Gäste bei unserem vielseitigen akademischen und kulturellen Programm rund um Indonesien

Am Donnerstag, dem 15. Januar 2026, fand am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften (IAAW) der Humboldt-Universität zu Berlin der 3. Indonesian Studies Day statt.
Im Mittelpunkt standen neben kulturellen Darbietungen und Fachvorträgen Beiträge von Studierenden der Indonesisch-Sprachkurse am Institut, die über ihre Exkursion 2025 nach Indonesien referierten.
Kulturprogramm mit Gesang, Tanz und Speisen
Eröffnet wurde der Indonesian Studies Day von der bekannten Sängerin Claudia Santoso, die eine eigene Interpretation des Lieds "Indonesia Pusaka" darbot. Es folgte der traditionelle Tanz Tari Piriang Badarai mit akrobatischen Bewegungen, Tanzfiguren und atemberaubender Teller-Jonglistik, choreografiert und vorgeführt von Ankh A. Palmer. Mutiara Tinellung, HU-Studentin, und Tanzpartnerin Linda Smitz leiteten den dritten Themenblock mit ihrer Darbietung des balinesischen Tanzes Tari Belibis ein.
Knapp 100 Gäste konnten während der Pausen Bolu Pandan- und Käsekuchen probieren; die indonesische Botschaft trug mit variationsreichem Fingerfood zum Gelingen der Veranstaltung bei.
Indonesien-Exkursion aus studentischer Perspektive
Im Hauptblock am Vormittag resümierten die studentischen Teilnehmer:innen der Exkursion nach Indonesien im Herbst 2025 ihre vor Ort aus erster Hand gewonnenen Erkenntnisse vor dem Hintergrund des Leitthemas Nachhaltigkeit / Sustainable Development Goals (SDG).
Die mit Mitteln von der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät und Professorin Dr. Claudia Derichs geförderte Exkursion fand vom 11. bis 25. September 2025 statt und führte die Gruppe nach
Jakarta, Semarang, Yogyakarta und Pontianak. Inhaltlich standen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen im Fokus, darunter Themen wie Green Campus, Plastikreduktion, Recycling, Umwelt- und Naturschutz, Gesundheit, erneuerbare Energien und Aufforstung.
Die studentischen Präsentationen erfolgten auf Indonesisch mit deutscher bzw. englischer Übersetzung.
Esie Hanstein, Lektorin für Indonesisch am IAAW, hob die studentischen Beiträge als neues Format für die Veranstaltungsreihe Indonesian Studies Day hervor: "Die Studierenden berichteten nicht nur über die Exkursion, sondern reflektierten sie auch kritisch und stellten sich der Diskussion mit dem Publikum." Der akademische Wert der Reise für die Teilnehmenden trat dadurch klar zutage.
Der 3. Indonesian Studies Day hat eindrucksvoll gezeigt, wie sich akademische Lehre, Sprachpraxis und nachhaltige Entwicklung miteinander verbinden lassen – und welche Rolle unsere Studierenden dabei selbstbewusst übernehmen können.
Interessiert? Hier geht es zu den detaillierten Exkursionsberichten der Studierenden!
Nationale Entwicklungsprojekte und lokaler Protest
Im Nachmittags-Block stellten Venansius Haryanto und Ignasius Jaques Juru (beide Doktoranden in der Abteilung für Südostasienwissenschaften der Universität Bonn) ihre Promotionsprojekte vor, die sich mit den Konsequenzen des Geothermie- und Tourismusausbaus auf der indonesischen Insel Flores befassen.
Beide Referenten sind auf Flores aufgewachsen und sehen sich neben ihrer wissenschaftlichen Rolle auch als lokale Aktivisten, die sich gegen die umweltzerstörenden Auswirkungen von Geothermieprojekten und einer forcierten Tourismuspolitik auf der Insel wenden. Das von der Zentralregierung in Jakarta vorangetriebene Branding von Flores als "neues Bali" und "geothermale Insel" sehen sie als wenig nachhaltig. Das Narrativ der "green economy" suggeriere ein Entwicklungsversprechen, das positiv ausstrahlen soll, den Lebensraum der indigenen Bevölkerung jedoch sukzessive einschränke. Haryanto und Juru boten damit einen seltenen Einblick in lokale Widerstandsformen in Indonesien und regten zu einer differenzierten Reflexion über Konzepte von Nachhaltigkeit und Entwicklung an.
Ein Dokumentarfilm über die Situation auf Flores ist auf YouTube abrufbar: Barang Panas ("Hot Stuff").
Ebenso untermauert der ebenfalls auf YouTube verfügbare Protest-Song Tana Mbate de mit eindrucksvollen Bildern die enge Verbindung, die Aktivismus und Musik eingehen können.
Weiterführende Informationen zum Thema Geothermie in Indonesien und auf Flores finden sich in einem aktuellen Beitrag der Stiftung Asienhaus – Indonesien: Geothermie um jeden Preis.
Fazit
Im Ergebnis wurde die Veranstaltung von den Teilnehmenden, zu denen auch Vertreter:innen der Indonesischen Botschaft, des UNESCO-Komitees Berlin, der Deutsch-Indonesischen Vereinigung, der NGO Watch Indonesia und der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft Südwestfalen zählten, als großer Erfolg empfunden.
Auch in Indonesien wurde die Veranstaltung wahrgenommen und in der Presse besprochen:
https://milenianews.com/pendidikan/mahasiswa-universitas-humboldt-berlin-gelar-indonesia-studies-day
Bericht und Kontakt
Esie Hanstein, Sprachlektorin für Bahasa Indonesia, IAAW
esie.hanstein(at)hu-berlin.de
Symposium, March 6, 2026: New Area Studies / New Century: 25 Years In – New Area Studies Research Centre, University of East Anglia
New Area Studies Symposium, Norwich, UK

*** With Professor Claudia Derichs, IAAW, as Keynote Speaker ***
On Friday March 6th 2026, the New Area Studies Research Centre at the University of East Anglia will be hosting a one-day symposium: New Area Studies / New Century: 25 Years In.
Professor Derichs' talk will be titled: "Blaming, claiming, shaping: New trends in Area Studies."
Area Studies have gone through a vivid trajectory from serving geopolitical purposes during World War II and the Cold War towards defending their raison d’être in competition with so-called systematic disciplines. A particular discursive terrain is occupied by attempts to align Area Studies with the study of International Relations (IR). The lecture subscribes to the rather recent notion of New Area Studies and discusses their difference to Comparative Area Studies, which attracted attention throughout the 2000s. A special conceptual angle in New Area Studies is a multi-scalar and relational understanding of the terms "area" and/or "region", making the notions of "process geographies" and "emotional geographies" productive for doing Area Studies. This encompasses translocal, transnational, transregional and transcultural perspectives, all of which refer to particular conceptions of what the prefix trans is meant to designate. In view of the relationship between Area Studies and disciplines, the lecture proposes a radical out-of-the-box thinking. Examples from Asia and the Middle East – or WANA (West Asia and North Africa) and NAWA (North Africa-West Asia) in a more critical diction – form the empirical base of the argument. They are rooted in close to three decades of research on and in the respective regions, a strong commitment to the principle of "no research about you without you" ("forschen mit statt forschen über" in German), and an equally strong belief in the importance of language skills in Area Studies.