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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Ethnische Konflikte zwischen Tibetern und Muslimen in Qinghai und Gansu: die historischen Hintergründe, 1862-1949

Gefördert durch ein Forschungsstipendium der Gerda Henkel Stiftung

 

Dr. Bianca Horlemann: bianca.horlemann@web.de
Projektleiter: Prof. Dr. Toni Huber: toni.huber@staff.hu-berlin

 

Im Rahmen des Forschungsvorhabens werden die konfliktreichen Beziehungen zwischen Tibetern und Muslimen in den nordwestchinesischen Provinzen Gansu und Qinghai historisch aufgearbeitet. Das Verhältnis der Tibeter und Muslime zueinander wird seit jeher nicht nur von gegenseitigen Handelsinteressen geprägt, sondern ist auch Teil des prekären Dreiecksverhältnisses zwischen Tibetern, Muslimen und Han-Chinesen in Nordwestchina. Dies zeigt sich besonders deutlich in Zeiten großer lokaler Unruhen, so von den Moslemaufständen 1862-1873 und 1895 über die Ära der muslimischen Warlords bis zum Ende der Republikzeit 1949. Mit der zu erstellenden Monographie soll zugleich ein wesentlicher Beitrag zum besseren Verständnis der Hintergründe der gegenwärtigen, zum Teil weiterhin blutigen Konflikte in einer für die VR China strategisch bedeutenden Region geleistet werden. Bislang ist zu diesem Thema kaum geforscht worden, obwohl die Ereignisse in chinesischen und tibetischen historiographischen Werken sowie in bisher nicht systematisch ausgewerteten Aufzeichnungen westlicher Forscher und Missionare relativ gut dokumentiert sind.