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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Über uns - Profil des IAAW

 

 

Selbstverständnis

 

Das Institut für Asien- und Afrikawissenschaften (IAAW) eröffnet in den Area Studies begründete, multidisziplinäre Perspektiven auf Teilregionen Asiens und Afrikas mit ihren regionalen und globalen Verflechtungen. Strukturell findet diese Ausrichtung ihre Umsetzung in den Regionalbereichen

•  (subsaharisches) Afrika

•  Ostasien

•  Südasien

•  Südostasien

•  Zentralasien 

 

und den verbindenden, thematischen Querschnittsbereichen – derzeit

 

•  Islam

•  Medialität und Intermedialität

•  Transformation

 

Regionalstudien stellen räumlich und zeitlich konkretisierte Phänomene ins Zentrum. Sie verwenden dabei geeignete methodische Werkzeuge aus unterschiedlichen Disziplinen der Geistes-, Kultur-, Sozial-, Geschichts- und Sprachwissenschaften und streben in der Auseinandersetzung mit deren Theorien nach der Formulierung weitertragender Erkenntnisse. Zu ihren epistemologischen Grundvoraussetzungen gehört das Bewusstsein, als Forschende, Lehrende und Studierende notwendigerweise in Spannungsfeldern zwischen Realität und Repräsentation, lokal und global, emisch und etisch usw. situiert zu sein.

Eine Grundbedingung erfolgreicher Area Studies – und daher am IAAW in vielen Erscheinungsformen präsent – ist Internationalität. Sie prägt die Studierenden- und Mitarbeiterschaft und findet ihren Niederschlag in deren Mobilität in Forschung und Lehre und in vielfältigen Kooperationen. Im gleichberechtigten Dialog kulturell und regional unterschiedlicher Wissenschaftstraditionen sollen auf diese Weise multiple, dezidiert nicht-europazentrische akademische Perspektiven eröffnet werden.

 

Forschung

 

Die Angehörigen des IAAW betreiben individuelle und/oder koordinierte Forschungsprojekte gemäß ihrer regionalen und disziplinären Ausrichtung, mit denen sie sich in nationalen und internationalen Fachzusammenhängen ihrer jeweiligen academic communities positionieren. Um ihre Regionalexpertise in verschiedene Forschungskontexte einzubringen, suchen Mitglieder des IAAW aktiv die Mitwirkung in thematisch, disziplinär und organisatorisch übergreifenden Großprojekten, ohne die Vertiefung in Forschungsfragen, die hochspezialisierte regionalwissenschaftliche Kenntnisse voraussetzen, zu vernachlässigen. An dieser Verbindung von regionalspezifischen mit allgemeinen geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fragen orientieren sich Lehre und Forschung am IAAW. Zu den derzeit besonders sichtbaren Forschungsschwerpunkten gehören (in Auswahl)

 

•  Arbeit und Lebenslauf

•  Mobilität und Migration

•  bedrohte Sprachen, Sprachenpolitik, Mehrsprachigkeit

•  Erzählen und Erinnerung

•  religiöser Wandel, religiös-gesellschaftliche Bewegungen

•  Globalisierung, Urbanisierung und soziale Ungleichheiten

•  Medialisierung und Medienkulturen

•  transkulturelle Begegnungen zwischen Afrika, Asien und Europa

•  Alltag und Lebensstile

•  Kindheit, Jugend, Bildung

•  Umwelt

 

Die am IAAW bestehenden Lehr- und Forschungsbereiche sind ein gestaltendes Element in zahlreichen, sich international dynamisch entwickelnden academic communities. Um zu gewährleisten, dass im Sinne des vertretenen regionalwissenschaftlichen Ansatzes flexibel auf internationale Fachentwicklungen eingegangen werden kann, verzichtet das IAAW auf die Setzung von Standardschwerpunkten – und damit auf eine Profilbildung im herkömmlichen Sinne – und orientiert sich an wechselnden wissenschaftlichen Interessen und Bedarfen.

 

Studium

 

Das IAAW trägt gemeinsam, den transregionalen und multidisziplinären Bachelor- Studiengang

•  Regionalstudien Asien/Afrika

und in dessen Erweiterung den DAAD-geförderten, sich in der Aufbauphase befindenden

•  Bachelor Area Studies Asia/Africa Plus.[1]

In diesen Studiengängen wird die Grundidee der Area Studies, regionale und disziplinäre Grenzen zu transzendieren und nach übergreifenden und vergleichenden Fragestellungen und Erkenntnissen zu suchen, lehrorganisatorisch umgesetzt: Lehrveranstaltungen aus den drei thematischen Bereichen "Gesellschaft und Transformation", "Kultur und Identität" und "Sprache und Kommunikation" werden durch ein multidisziplinär- und transregional ausgerichtetes Einführungsmodul, durch Projekt- und Methodenlehre sowie durch eine intensive Ausbildung in Sprachen Asiens und Afrikas ergänzt. Die Studierenden haben innerhalb der Module die Option einer regionalen Vertiefung oder einer breiten überregionalen Ausbildung, die sie auf unterschiedliche weiterführende Studien oder außerakademische Berufsfelder vorbereitet. Der Plus-Studiengang eröffnet die Möglichkeit eines weiteren Studienjahres an einer Partneruniversität in einer der Studienregionen.

 

Auf der Master-Ebene setzt das IAAW auf Differenzierung und Vertiefung der regionalen Spezialisierung in den Studiengängen

•  MA Afrikawissenschaften

•  MA Ostasien-Studien (in Planung)

•  MA Moderne Süd- und Südostasien-Studien

•  MA Zentralasien-Studien/Central Asian Studies

 

In diesen Master-Programmen haben die Studierenden die Möglichkeit, sich innerhalb einer Studienregion einer von mehreren disziplinären Ausrichtungen vertieft zu widmen und ihre regionalsprachlichen Kenntnisse zu vervollkommnen.

Eine auf Globalisierungsphänomene konzentrierte wissenschaftliche Perspektive kann in zwei Master-Studiengängen erarbeitet und vertieft werden, die das IAAW gemeinsam mit internationalen bzw. Berliner Partnern trägt:

•  MA Global Studies Programme[2]

•  MA Global History[3]

 

 

Wissenschaftlicher Nachwuchs / Postgraduale Studien

 

Die Regionalbereiche des IAAW bieten die Möglichkeit der individuellen Promotion in den Fächern

•  Afrikawissenschaften

•  Ostasien-Studien 

•  Südasien-Studien

•  Südostasien-Studien

•  Zentralasien-Studien

 

Zum Winter 2014 wird das von Angehörigen des IAAW in Kooperation mit nationalen und internationalen Partnern konzipierte strukturierte Promotionsprogramm

•  Global and Area Studies Programme

eröffnet.

 

Angehörige des IAAW betreuen Promovierende der von Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin gemeinsam im Rahmen der von der Exzellenzinitiative getragenen Graduiertenschule

•  Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies

bzw. wirken mit an institutionenübergreifenden Graduiertenprogrammen wie der

      •  Graduiertenschule Mensch und Tier

         (Federführung: Kulturwissenschaften der KuSoBi-Fakultät, in Planung)

sowie an gemeinsamen Promotionsprogrammen mit Universitäten aus den Studienregionen des IAAW und dem globalen Norden. Einige Mitglieder haben das Promotionsrecht in weiteren Promotionsfächern der eigenen und/oder anderer Fakultäten der Humboldt- Universität.

 

Vernetzung

 

Zu den auf Dauer angelegten Vernetzungsprojekten gehören vor allem die von (Mitgliedern des) IAAW und anderer Institute der KuSoBi-Fakultät gemeinsam gestalteten Master-Studiengänge und Promotionsprogramme.

In der Forschung spielen derzeit Vernetzungsprojekte mittlerer Dauer (SFBs, BMBF u.ä.) die wichtigste Rolle, in denen Angehörige des IAAW mit Instituten außerhalb der eigenen Fakultät oder mit weiteren nationalen und/oder internationalen Institutionen kooperieren.

Einen besonderen Stellenwert schreibt das IAAW der dichten mittel- und langfristigen Vernetzung mit Universitäten und anderen akademischen Einrichtungen in Ländern der Studienregion zu. Diese manifestiert sich in programmgestützter wie programmunabhängiger Zusammenarbeit in der Lehre und der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses  ebenso wie in akademischer und studentischer Einzel- wie Gruppenforschung.