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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Linguistik und Sprachen Afrikas

Afrika zeichnet sich durch einen großen Reichtum an Sprachen aus. Auf dem Kontinent werden ungefähr 2000 Sprachen gesprochen, die einer Großzahl verschiedener Sprachfamilien angehören. Im Seminar für Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin wird vor allem in den linguistischen Disziplinen Sprachtypologie, Historische Linguistik, Soziolinguistik und Sprachdokumentation zu afrikanischen Sprachen geforscht.

Ein bedeutendes Arbeitsfeld der Afrikalinguistik ist die Erforschung und Beschreibung der vielen und strukturell diversen Sprachen. Ihre grammatischen Strukturen werden mit Hilfe sprachtypologischer Analysemodelle untersucht und verglichen. Dies lässt gleichzeitig Rückschlüsse auf die Geschichte und Dynamik afrikanischer Sprachen und der menschlichen Sprachfähigkeit allgemein zu.

Die Geschichte und die verwandtschaftlichen Beziehungen afrikanischer Sprachen sind Forschungsgegenstände der Historischen Linguistik, die damit unter anderem zum besseren Verständnis der Siedlungsgeschichte des Kontinents beiträgt.

Da in den meisten Staaten Afrikas eine große Zahl von Sprachen gesprochen wird, nehmen zudem Untersuchungen zu soziolinguistischen Phänomenen wie Multilingualismus, Sprachkontakt und Sprachpolitik einen zentralen Platz in der Afrikalinguistik ein.

Viele Sprachen Afrikas sind wissenschaftlich noch kaum bekannt oder vom Aussterben bedroht. Daher ist die Erforschung und Dokumentation solcher Sprachen ein weiterer bedeutender Arbeitsbereich der Afrikalinguistik.

Die regionale Spezialisierung am Seminar für Afrikawissenschaften umfasst das südliche Afrika mit Bantu- und "Khoisan-" („Klick-“) Sprachen, die Region Westafrika sowie den Swahili-sprachigen Raum in Ostafrika.