Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Sprachen lernen am IAAW

Hier finden Sie eine Übersicht über das Sprachenangebot des IAAW und die Kontakte des Lehrpersonals. Für Details zum aktuellen Kursprogramm konsultieren Sie bitte unser Portal für Lehre und Prüfung Online (AGNES).
 
 
Wichtige Informationen an alle Studienbewerber_innen um einen Platz für das Zweitfach Regionalstudien Asien/Afrika:

 

Sie haben am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften (IAAW) die Möglichkeit, im Rahmen des fachlichen Wahlpflichtbereiches eine asiatische oder afrikanische Sprache zu erlernen. Aufgrund der gestiegenen Studierendenzahlen kann das IAAW jedoch nicht länger garantieren, dass Sie in einem der stark nachgefragten Sprachkurse einen Platz bekommen werden. Die Studierenden des Mono-Bachelor sowie die Studierenden der Masterstudiengänge haben in dieser Hinsicht Vorrang. Dies gilt insbesondere für folgende Sprachkurse: Kiswahili, Japanisch, Chinesisch, Hindi. In diesen Sprachen ist für Zweitfächler die Chance einen Platz zu bekommen sehr gering. In einer Reihe von weiteren Sprachkursen ist das Erreichen der Grenze der Aufnahmekapazität absehbar. Es handelt sich dabei um Bahasa Indonesia, Thai und Dari. Es besteht die realistische Möglichkeit, dass Zweitfachstudierende auch dort keinen Platz bekommen werden.
 

 

Afrikanische Sprachen

 

Mehr Informationen zu den afrikanischen Sprachen und zum aktuellen Angebot:
https://www.iaaw.hu-berlin.de/de/region/afrika/studium/sprachen

 

  • Bambara ist als Teil der Manding-Sprachgruppe eine kulturell bedeutende und weit verbreitete Sprache. Bambara wird vor allem im westafrikanischen Mali gesprochen. Gemeinsam mit Dioula und Malinke zählt die Sprache zum Dialektkontinuum der Mande-Sprachen (auch Manding). Etwa 30 Millionen Menschen in zehn Ländern Westafrikas verstehen und sprechen Bambara in unterschiedlichem Maße. In Burkina Faso, in der Elfenbeinküste sowie in Guinea, Senegal und Gambia sprechen große Teile der Bevölkerung Varianten des Manding als Muttersprache bzw. als Verkehrs- und Handelssprache. Als Schrift werden die eigene N'Ko-Schrift oder das lateinische Alphabet verwendet. Dozentin Anke Nehrig, M.A.
  • Hausa wird vom Norden Nigerias bis in den Süden des Niger gesprochen; außerdem in Ghana, Mali, Benin und Togo. Als Standard-Hausa gilt im Allgemeinen das Kano-Hausa. Hausa ist die Muttersprache von ca. 24 Millionen Menschen. Zudem beherrschen weitere 17 Millionen Menschen es als Zweitsprache. Hausa gehört wie die semitischen, kuschitischen und omotischen Sprachen sowie das Berberische und das Altägyptische zu den afroasiatischen Sprachen. Dozent Yusuf Baba Gar
  • Swahili ist die Verkehrssprache Ostafrikas (Kenia, Tansania, Uganda) und großer Teile Zentralafrikas (Ruanda, Burundi, Kongo) und wird dort als Verkehrssprache genutzt. Sie ist die am meisten gesprochene Bantusprache weltweit. Mehr als 80 Millionen Menschen beherrschen Swahili. Von den mehr als 100 Millionen Swahili-Sprechern sind ca. 5–10 Millionen Muttersprachler. Swahili sprechende Gemeinschaften leben außerdem etwa in den Emiraten, in England und Kanada. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts mit arabischen Buchstaben geschrieben, beruht seine Schrift heute auf dem lateinischen Alphabet. Dozent Dr. phil. Lutz Diegner und V. Kazimoto

  • Afrikaans ist eine aus dem Niederländischen hervorgegangene germanische Sprache, die im Kontakt v.a. mit SprecherInnen südafrikanischer und südostasiatischer Sprachen merklich beeinflusst wurde. Afrikaans wird v.a. im Westen Südafrikas und Süden Namibias von ca. 7,2 Millionen Personen sehr diverser sozialer Gruppen als Muttersprache gesprochen und von ca. 15 Millionen als Zweitsprache verwendet. Es spiegelt damit die vielfältige Geschichte der Kapregion als holländisches Kolonialgebiet wider. Dozent Dr. Christfried Naumann
  • Setswana gehört zur Gruppe der eng verwandten Sotho-Tswana-Sprachen und wird von ca. 6 Millionen Menschen v.a. im Norden Südafrikas sowie in Botswana als Muttersprache gesprochen und von weiteren 9 Millionen Menschen der Region als Zweitsprache verstanden. Setswana ist nicht nur als mündliche Verkehrssprache weit verbreitet, sondern wird auch vielfältig als Schrift-, Unterrichts- und Mediensprache genutzt, z.B. im Bildungswesen und im Radio. Dozent Dr. Christfried Naumann

 


Ostasiatische Sprachen

 

  • Modernes Chinesisch wird heute von ca. 1,3 Milliarden Menschen gesprochen – vor allem in der Volksrepublik China und in Taiwan. Weltweit gibt es Chinesisch sprechende Minderheiten, besonders in Südostasien. Die chinesische Sprache mit der größten Anzahl an Sprechern ist das Hochchinesische, das auch als "Mandarin" oder einfach als "Chinesisch" bezeichnet wird. Mandarin ist heute mit 885.000.000 Muttersprachlern die am meisten gesprochene Sprache der Welt. Die chinesischen oder sinitischen Sprachen bilden einen der beiden Primärzweige der sino-tibetischen Sprachfamilie.
    Dozentin: Dr. Chin-hui Lin
  • Japanisch ist die Amtssprache Japans und wird dort von fast allen der ca. 125 Millionen Einwohner als Muttersprache gesprochen. Es lassen sich Verwandtschaftsbeziehungen zu anderen asiatischen Sprachen, besonders zum Koreanischen, erkennen. Als Schrift wurden die Zeichen aus dem nicht mit dem Japanischen verwandten Chinesischen übernommen. Derzeit sind 2136 dieser Zeichen für den üblichen Gebrauch festgelegt. Nach dem Aufstieg Japans zu einer Wirtschaftsmacht hat sich weltweit das Interesse an der japanischen Kultur und am Erlernen der Sprache stark erhöht. Gegenwärtig lernen außerhalb des Landes etwa 3,8 Millionen Menschen bei mehr als 77000 Lehrenden in mehr als 18000 Einrichtungen und 134 Ländern Japanisch (2021).
    Dozentin: Dipl.-Sprachmittler Jutta Borchert und Lehrbeauftragte


Südasiatische Sprachen

 

  • Hindi gehört zu den (neu)indoarischen Sprachen der indoeuropäischen Sprachfamilie - der mit am weitesten verbreiteten Sprachfamilie in Südasien - ca. 70% der Inder sprechen eine indoeuropäische Sprache. Das Hindi wird in einer modifizierten Form der Devanagari-Schrift geschrieben. Dieses Alphabet, das von links nach rechts läuft und nicht nach Groß- und Kleinbuchstaben unterscheidet, verwenden auch andere südasiatische Sprachen wie Sanskrit, Marathi oder Nepali. Das moderne Standard-Hindi hat verschiedene offizielle Funktionen: die Verfassung der Indischen Union legt Hindi (neben Englisch) als Amtssprache der indischen Zentralregierung fest. Daneben ist es Amtssprache in einer Reihe von nord- und zentral-indischen Bundesstaaten (wie Uttar Pradesh, Rajasthan, Madhya Pradesh, Bihar u. a.)

    Die Angaben zur Sprecherzahl schwanken je nach Quelle z. T. erheblich; häufig werden über 400 Millionen Muttersprachler angenommen (siehe auch Census of India 2011); mehr als 200 Millionen Menschen verwenden das Hindi als Zweitsprache. Auch in der indischen Diaspora spielt Hindi (in verschiedenen Ausprägungen) z.T. eine wichtige Rolle: neben Großbritannien, Kanada, den USA u. a. in Ländern wie Mauritius, Fidschi, Suriname, Guayana, Trinidad und Tobago. Dozentin: Dr. Monika Freier

  • Telugu gehört neben Tamil, Malayalam, Kannada und Brahui in Pakistan zur dravidischen Sprachfamilie. Nach den indogermanischen Sprachen Hindi und Bengali ist Telugu die am meisten gesprochene Sprache Indiens (ca. 80 Millionen Sprecher). Sie ist Amtssprache der südindischen Bundesstaaten Andhra Pradesh und Telangana. Telugu ist in Südindien und entlang der Ostküste als Verkehrssprache verbreitet und wird außerhalb Indiens vor allem von Diaspora-Communities in Südostasien und in den USA gesprochen. Das Telugu des Mittelalters zählt zu den klassischen Sprachen Indiens. Dozent: Dr. Georg Berkemer
  • Urdu ist die Nationalsprache Pakistans. In Indien wird Urdu vor allem in den Regionen Delhi, Andhra Pradesh, Uttar Pradesh und Uttarakhand gesprochen. Sechs Prozent der indischen Bevölkerung (2001) spricht Urdu. Weltweit gibt es ca. 60,6 Millionen muttersprachliche Urdu-Sprecher (1993-97), mit Zweitsprachlern erhöht sich diese Zahl auf 150–200 Millionen. Vom Hindi unterscheidet es sich durch die arabisch-persische Schriftsprache und den höheren Anteil persisch-arabischer Lehnwörter. Außerhalb Pakistans und Indiens gibt es Urdu sprechende Communities vor allem in Großbritannien, Saudi-Arabien, den USA und in Bangladesh. Urdu ist eine indo-germanische Sprache und gehört zum indoiranischen Zweig der indoeuropäischen Sprachfamilie. Dozent:  Syed Sarwar Zahir

Südostasiatische Sprachen

 

  • Bahasa Indonesia ist eine der wichtigsten Handels- und Verkehrssprachen in der südostasiatischen Hemisphäre. Gesprochen wird sie neben Indonesien vor allem in Malaysia (Bahasa Melayu). Zusammen gehören die Sprachen zu den meist gesprochenen Sprachen der Erde. Als lingua franca nutzen sie heute ca. 200 Millionen Sprecher. Die Sprachversionen unterscheiden sich nur geringfügig, sodass sie linguistisch als eine Sprache behandelt werden. Außerhalb Indonesiens wird die Bahasa Indonesia unter anderem in Saudi-Arabien, Singapur, den Niederlanden und in den USA gesprochen.Die heutige indonesische Amtssprache hat ihre Wurzeln im Altmalaiischen und wird zur austronesischen Sprachfamilie gezählt (u.a. auch Balinesisch, Philipino und Madagassisch). Geschrieben wird sie in lateinischer Schrift. Dozentin Esie Hanstein
  • Tagalog ist die am weitesten verbreitete Sprache auf den Philippinen. Ursprünglich stammt Tagalog von der Gruppe der Tagalen, die heute in der Region Manilas leben. Die Sprache diente inoffiziell als Grundlage der Nationalsprache Filipino. Tagalog zählt zu den austronesischen Sprachen und ist verwandt mit dem Indonesischen und Malaiischen, dem Fidschianischen, dem Maori, dem Hawaiischen, dem Samoanischen und Tahitianischen, dem Malagasy Madagaskars, dem malayo-polynesischen Chamorro, dem osttimorischenTetum und den austronesischen Sprachen Taiwans. Es gibt ca. 24 Millionen Muttersprachler (2000) und 50 Millionen Zweitsprachler weltweit. Dozentin Rey Agana
  • Thai, d.i. das moderne Standard-Thai, ist Amts- und Verkehrssprache des Königreichs Thailand. Thai, früher Siamesisch, gehört wie das Laotische und die Shan-Sprache zur Familie der Kam-Tai-Sprachen. Im modernen Standard-Thai werden fünf Töne unterschieden, die in einem eigenständigen, komplexen Schriftsystem abgebildet werden. Thai hat viele Wörter aus dem Sanskrit, Mon, Khmer, Chinesischen und in neuerer Zeit auch aus dem Englischen übernommen und dem eigenen phonetischen Inventar angepasst. In der Lexik spiegeln sich die traditionelle Kultur und die komplexen sozialen Beziehungen der thailändischen Gesellschaft. Kenntnisse des Thai ermöglichen damit einen Zugang zum Verständnis kultureller und sozialer Phänomene in Thailand. Dozent Martin Schalbruch
  • Vietnamesisch ist die National- und Verkehrssprache Vietnams. Die austro-asiatische Sprache, die zum Mon-Khmer-Zweig zählt, wird derzeit von 81 Millionen Einwohnern (2011) gesprochen. Ein Großteil des Vokabulars basiert auf dem Chinesischen. Vietnamesisch zählt zu den tonalen Sprachen. Ursprünglich wurde es in einer modifizierten chinesischen Schrift geschrieben. Modernes Vietnamesisch basiert auf dem lateinischen Alphabet, ergänzt durch eine Reihe von Zusatzzeichen zur Darstellung lautlicher Besonderheiten. Dozentin Anke Friedel-Nguyen
  • Burmesisch (Myanma):

    Burmesisch oder auch Myanma oder Birmanisch ist Amtssprache für die offiziell über 54 Millionen Bürger der Union von Myanmar und Muttersprache der Bama (Burmanen), der mit ca. zwei Dritteln der Bevölkerung größten ethnischen Gruppe des Landes. Burmesisch gehört zum tibeto-burmanischen Zweig der sino-tibetischen Sprachfamilie. Das heißt, es ist entfernt mit Tibetisch und noch entfernter mit Chinesisch verwandt.

    Die gute Nachricht für alle, die Burmesisch lernen möchten: Es gibt weder ein grammatisches Geschlecht oder Artikel noch Deklination oder Konjugation; die Beziehungen der Wörter im Satz werden mit Hilfe grammatischer Marker angezeigt, Normfolge der Satzglieder ist Subjekt-Objekt-Prädikat. Myanma hat eine eigene Schrift, die für Sprachanfänger_innen mit ihren runden Formen zwar sehr schön aber auch sehr fremd wirkt. Die systematische Erschließung des Alphabets im Unterricht ermöglicht es Studierenden jedoch relativ schnell und noch in der ersten Hälfte des Burmesisch I Kurses Lesen und Schreiben zu Lernen. Das Erlernen der Schrift ist essentiell, um ein Verständnis für die Sprache, insbesondere die Aussprache zu entwickeln. Burmesisch ist eine tonale Sprache. Das heißt, dass eine Veränderung im Ton bei der Aussprache einzelner Wörter zu einer Bedeutungsänderung führt. Letztlich kennen wir Töne auch im Deutschen, nur erfüllen sie dort eine andere Funktion: so geht beispielsweise die Stimme bei der Frage „Wirklich?“ nach oben und fällt bei der Aussage „Wirklich.“ leicht ab.

    Wer Burmesisch spricht und versteht gewinnt einen ganz anderen Zugang zu Land und Leuten und versteht viele Zusammenhänge deutlich besser als jemand, der sich mit Englisch oder Dolmetscher_innen behilft. Das Erlernen der Sprache ermöglicht auch den Zugang zu originalsprachigen Informationsquellen: das Geschehen in den sozialen Medien, Literatur, Zeitungsartikel oder Filme. Ziel der Ausbildung ist es, durch den selbstständigen Umgang mit mündlichen und schriftlichen Originalquellen ein tieferes Verständnis für kulturelle und soziale Konzepte zu ermöglichen, denn sie lassen sich oft nicht adäquat übersetzen.
    Dozentin: Johanna Neumann

 


Zentralasiatische Sprachen

 

  • Dari/Persisch ist neben Paschto die Amtssprache in Afghanistan. Sie zählt zu den indogermanischen Sprachen. Die Bezeichnung „Dari“ wird heute in Indien, Afghanistan und Pakistan als Kurzform für die neupersische Schriftsprache Farsi-e-Dari (Sprache des königlichen Hofes)verwendet. Dozent Prof. Dr. Lutz Rzehak 
  • Kasachisch ist die Amtssprache Kasachstans, wo es von ca. 10 Millionen Menschen gesprochen wird. Über eine Million Sprecher leben in der autonomen uigurischen Region Xinjiang in China. Laut russischem Zensus von 2002 leben 560.000 Kasachisch-Sprecher in Russland. Weitere Sprecher leben vor allem in der Mongolei, in Usbekistan und anderen Teilen der früheren UdSSR sowie in Afghanistan, Iran und der Türkei. Einige Sprecher leben in Deutschland, wohin sie in den 1970er Jahren aus der Türkei immigriert sind. Heute wird Kasachisch in Kasachstan und in der Mongolei in kyrillischer Schrift geschrieben. In China wird ein modifiziertes arabisches Alphabet verwendet. Dozentin Gulsum Massakowa
  • Mongolisch (modern & klassisch) ist Erst- oder Zweitsprache der Einwohner des mongolischen Staates und darüber hinaus aller Mongolen in der Volksrepublik China sowie der Kalmücken und Burjaten in Russland. Insgesamt gibt es ca. 9 Millionen Sprecher. Mongolisch gehört zusammen mit den Turksprachen sowie den tungusischen Sprachen zur altaischen Sprachgruppe. Der hier gelehrte khalkha-mongolische Dialekt ist Teil des zentralen Zweiges des Mongolischen und entspricht der Amts- und Verkehrssprache des heutigen Staates Mongolei. Heute wird Mongolisch in kyrillischer und in klassischer mongolischer Schrift (Innere Mongolei) geschrieben. Dozentin  Dr. Ganchimeg Altangerel.
  • Paschto wird vorwiegend in Afghanistan und Pakistan gesprochen und gehört zum ostiranischen Zweig der indogermanischen Sprachfamilie. Neben Dari (Neupersisch) ist Paschto die Amtssprache Afghanistans. Exakte Sprecherzahlen sind nicht bekannt. Die meisten Publikationen gehen von insgesamt rund 20 Millionen Sprechern insgesamt und 10 Millionen Muttersprachlern aus. Dozent  Prof. Dr. Lutz Rzehak
  • Tadschikisch ist eine Variante des Dari/Persischen, die seit den 1920er Jahren unter dem Einfluss des Russischen und benachbarter Turksprachen entstanden ist. Sie wurde als National- und Literatursprache in der Tadschikischen SSR etabliert. Die Sprache zerfällt in zahlreiche Dialekte. Es gibt nur Schätzungen über die Sprecherzahl. In Tadschikistan sprechen ca. 3,2 Millionen Menschen Tadschikisch (1991), in Usbekistan ca. 933.000. Sprecher gibt es außerdem in Kirgisistan, Kasachstan und in den westlichen Grenzgebieten Chinas. Die Schrift der indo-europäischen Sprache wurde 1928 von Arabisch-Persisch auf Latein umgestellt und 1939 schließlich auf Kyrillisch. Seit 1991 ist Tadschikisch offizielle Staatssprache der Republik Tadschikistan. Dozentin Dipl.-Phil. Barno Aripova
  •  Tibetisch zählt zu den tibeto-burmanischen Sprachen Asiens und ist eng verbunden mit anderen Sprachen des Himalaya. Gesprochen wird es von ca. sechs Millionen in einer Vielzahl von Dialekten. Die meisten Muttersprachler leben auf dem tibetischen Plateau im Westen Chinas. Ca. 130.000 Tibeter leben in Nepal, Indien, Bhutan und anderen Ländern. In ungefähr 30 Prozent des chinesischen Festlandes ist Tibetisch die offizielle Amtssprache. Das tibetische Alphabet ist aus der altindischen Brahmi-Schrift abgeleitet. Am IAAW wird eine osttibetische Variante des Tibetischen (Region Amdo) gelehrt. Dozent Huadan Zhaxi, B.A.
  • Uigurisch ist Amtssprache und lingua franca der autonomen Region Xinjiang in West-China. Derzeit gibt es ca. 8-11 Millionen Muttersprachler (2000-5). Außerhalb Xinjiangs wird Uigurisch vorwiegend in Kasachstan und Usbekistan gesprochen. Uigurisch gehört zum uigurischem Zweig der Turksprachen, zu dem auch die Salarische Sprache und das entferntere Usbekisch zählen. Beeinflusst wurde das Uigurische vom Persischen und Arabischen und in jüngerer Zeit auch von Mandarin-Chinesisch und Russisch. Erste Texte stammen aus dem 5. Jahrhundert. Heute wird Uigurisch meist in einem modifizierten persisch-arabischen Alphabet geschrieben. 
  • Usbekisch ist die am weitesten verbreitete Turksprache Zentralasiens. Weltweit gibt es ca. 27 Millionen Sprecher, davon lebt der Großteil in Usbekistan, wo Usbekisch Amtssprache ist. Verbreitet ist die Sprache außerdem in Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Turkmenistan sowie in Teilen des chinesischen Xingjiang und Afghanistans. Dank seiner zentralen Stellung unter den Turksprachen Zentralasiens erschließt Usbekisch über seinen eigenen Raum hinaus sprachlich die Großregion von der Wolga bis Sinkiang und vom Hindukusch bis Südsibirien. Die heutige Standard-Variante des Usbekischen, einer Turksprache mit starken iranischen Einflüssen, wurde in den 1920-30er Jahren in der Sowjetunion als moderne Literatur- und Wissenschaftssprache entwickelt. Dozent Dipl.-Phil. Barno Aripova

 

 

 


Arabisch
Arabisch ist die Amts- und Verkehrssprache in 21 Ländern Asiens und Afrikas. Die literarische Sprache heißt Modernes Standard-Arabisch. Derzeit ist diese die einzige offizielle Form des Arabischen. Die gesprochenen arabischen Sprachvarianten werden in einem großen Sprachgürtel, der über den Mittleren Osten und Nordafrika verläuft, gesprochen. Es gibt ca. 280 Millionen Muttersprachler (2006), etwa 800 Millionen Sprecher nutzen Arabisch als ihre Zweitsprache. Am IAAW wird Arabisch derzeit nur in Kooperation mit dem Sprachenzentrum der Humboldt-Universität angeboten. Ein Semester (A1) ist gebührenfrei, Semester 2-4 werden vom Sprachenzentrum nach den üblichen Gebühren veranschlagt. Arabisch wird am IAAW als regulärer Sprachkurs anerkannt, obwohl es in den Studienregionen nur Zweit-, Dritt- oder Viertsprache ist.