Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Prof. Jeremiah O. Arowosegbe

Werdegang | Publikationen
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Name
Prof. Jeremiah O. Arowosegbe
Status
AvH-Stipendiat
E-Mail
joarowosegbe0373 (at) gmail.com

Einrichtung (OKZ)
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät → Institut für Asien- und Afrikawissenschaften → Geschichte Afrikas
Sitz
Georgenstraße 23
Postanschrift
Unter den Linden 6, 10099 Berlin

Humboldt-Forschungsstipendium für erfahrene Wissenschaftler

Förderinstitution: Alexander von Humboldt-Stiftung

Förderzeitraum: 01/2022 – 06/2023

 

Forschungsgebiete:

  • African Development
  • African Intellectual History
  • African Studies
  • African Politics
  • African Political Thought
  • Political Theory
  • Political Thought

 

Laufende Forschung:


(i) Akademische Freiheit, geistige Arbeit und der Staat in Afrika. Diese Forschung basiert auf einem Buchmanuskript. Sie untersucht den postkolonialen Weg afrikanischer Intellektueller und Wissenschaftler in ihrer Auseinandersetzung mit Hochschulbildung und Wissensproduktion an afrikanischen Universitäten, die hier als transnationale Gemeinschaften von Fakultäten und Studenten verstanden werden. Es stützt sich auf die Erfahrungen und die Rolle der Academic Staff Union of Universities (ASUU) in Nigeria und erörtert ihre Auseinandersetzung mit dem Staat in Afrika. Es verortet den Staat als primären Hüter und Dreh- und Angelpunkt der Entwicklung in der Gesellschaft und versteht die Universität als die Institution, die die für die Entwicklung erforderlichen Humanressourcen ausbilden muss. Es werden die Auswirkungen des gegensätzlichen Drucks hervorgehoben, der durch die gegensätzliche Dialektik der Unterdrückung durch den Staat und des Widerstands der Intellektuellen/Wissenschaftler auf die Wissensproduktion und die Transformation der postkolonialen Forschungsinfrastruktur in Afrika und insbesondere in Nigeria entsteht. Das Augenmerk liegt auf den Herausforderungen, Kompromissen und Versäumnissen afrikanischer Intellektueller und Wissenschaftler in Bezug auf die hervorstechenden Eigenschaften und den Charakter des Staates - sein autoritäres, abhängiges, nicht-entwicklungsorientiertes und subversives Wesen - neben anderen Problemen, die in seinen Pathologien endemisch sind, im Hinblick darauf, wie diese die akademische Freiheit und die institutionelle Autonomie der Universitäten auf dem gesamten Kontinent seit Ende der 1980er Jahre beeinflussen.

(ii) Autochthonie, Demokratisierung und Staatsbildung in Afrika. Diese Studie stützt sich auf ein Buchmanuskript. Dieses Buch erörtert die anhaltende Krise der Demokratisierung in Afrika. Es bezieht sich auf Nigeria und unterstreicht die zentrale Bedeutung des Staates und seine Rolle, insbesondere seine institutionellen Dysfunktionalitäten und sein Versagen bei der Verschärfung und Eskalation von Konflikten innerhalb des politischen Systems. Es wird der Frage nachgegangen, wie postkoloniale Dilemmata ethnischer Staatsbürgerschaft, die die nationale Frage untergraben, insbesondere im Hinblick auf den privilegierten Zugang zu Land und anderen knappen Ressourcen, die von Einheimischen in Nigeria definiert werden, auf koloniale Vorstellungen von Minderheiten zurückgeführt werden können, die zu anhaltenden ethnisch-sprachlichen und ethnisch-religiösen Konflikten über den Zugang zu und die Kontrolle über diese Ressourcen geführt haben.