Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

M.A. Emily Engler

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M.A. Emily Engler
E-Mail
emily.engler(at)hu-berlin.de

Akademischer Werdegang


Emily Engler ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Gesellschaften und Kulturen Südasiens am Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2015 bis 2019 studierte sie dort Regionalstudien Asien/Afrika. In ihrer Bachelorarbeit Teaching History, Transforming History. The Hindu Right-Wing and NCERT Textbook Changes in India 2001–2002 beschäftigte sie sich mit hindunationalistischer Geschichtsschreibung. Im Rahmen eines Partnerschaftsprogramms der Humboldt-Universität verbrachte sie von 2017 bis 2018 ein Jahr an der Jawaharlal Nehru University in Neu-Delhi, wo sie Politikwissenschaft studierte.

2019 erhielt sie das Darmasiswa-Stipendium des indonesischen Ministeriums für Bildung und Kultur und absolvierte ein einjähriges Sprachstudium in Indonesisch an der Universitas Indonesia in Depok. Von 2020 bis 2023 studierte sie Moderne Süd- und Südostasienstudien an der Humboldt-Universität und wurde dabei durch ein Studienstipendium der Friedrich-Ebert-Stiftung gefördert. Für ihre Masterarbeit Die Revolution unwiderstehlich machen? Das Fearless-Kollektiv und die Erschaffung von Schönheit als ein Akt des Widerstands führte sie eine mehrmonatige Feldforschung in Indonesien durch.

Ihre Forschungsinteressen umfassen Nationalismus, soziale Bewegungen, Protestkulturen und Artivism sowie urbane politische Handlungsfähigkeit, Materialität und Affekt. Mit den Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen artivistischer Praktiken im indischen und indonesischen Kontext hat sie sich sowohl in ihrer Masterarbeitsforschung als auch in ihrer Lehre beschäftigt. Daraus entwickelte sich ihr Interesse daran, kreative Praktiken nicht nur als Vermittlung politischer Botschaften zu betrachten, sondern danach zu fragen, wie gemeinsames kreatives Tun Gemeinschaft hervorbringen und Erfahrungen politischer Handlungsfähigkeit ermöglichen kann.

 

Dissertationsprojekt

Unter dem Arbeitstitel Making (in) the City. Kollektive kreative Praktiken, Affekt und urbane politische Handlungsfähigkeit untersucht ihr Dissertationsprojekt kollektive kreative Praktiken im durch Migration und globale Verflechtungen geprägten Berlin, beispielsweise gemeinsames Drucken, Nähen und Zine-Making. Im Zentrum steht die Frage, wie und unter welchen Bedingungen kollektives kreatives Tun in einer global verflochtenen Stadt politische Handlungsfähigkeit hervorbringen kann und wie sich dabei das Verhältnis der Beteiligten zur Stadt verändert. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf die entstehenden Artefakte, sondern auch auf die Beziehungen, Affekte und Erfahrungen, die den Prozess des Herstellens prägen und über ihn hinaus fortwirken. Ein besonderer Fokus liegt auf selbstorganisierten Räumen und offenen Formaten, an denen Menschen auch ohne dauerhafte Zugehörigkeit teilnehmen können. Methodisch verbindet die Forschung ethnografische Beobachtungen und Interviews mit der Analyse entstandener Artefakte und Selbstdokumentationen.


Lehrveranstaltungen am IAAW


53697 Stadt erforschen: Ethnografische Perspektiven auf urbane Räume in Indien (Wintersemester 2026/27)
53602 Abschlusscolloquium für BA- und MA-Studierende (Südasien) - zusammen mit Dr. Sadia Bajwa (Wintersemster 2026/27)

53608 Sprache des Widerstands: Poesie als politische Praxis in Südasien (Sommersemester 2026)
53736 Kunst im öffentlichen Raum: Gender, Protest und Stadt in Indien (Wintersemester 2025/26)

Publikationen

Engler, Emily (2022), Worte als Waffen. Forum. Magazin der Friedrich-Ebert-Stiftung, Ausgabe 01 / 2022. Bonn. S. 74-78, https://blogs.hu-berlin.de/mediaiaaw/wp-content/uploads/sites/24/2022/11/Worte-als-Waffen_FORUM.pdf

Engler, Emily & Miran, Lila (2023). Sprache und Solidarität: Das "Wir" innerhalb südasiatischer Protestlyrik. In Wer ist "wir"? Sprache, Politik und "living together." https://replito.pubpub.org/pub/dzl6hc5o