Nachrichten am IAAW
ERC Consolidator Grant für Prof. Eaton und ihr Forschungsteam
Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat aus 2.130 Bewerbern 308 Forscher:innen und ihre Teams für die diesjährigen Consolidator Grants ausgewählt. Darunter zwei HU-Forscher:innen.
Prof. Dr. Sarah Eaton, Professorin für Transregionale Chinastudien am Seminar für Ostasienstudien und ihr Forschungsteam erhalten für das Projekt TECHtonics annähernd zwei Millionen Euro.
TECHtonics
Für das Projekt TECHtonics untersucht Sarah Eaton auf theoretisch innovative und empirisch reichhaltige Weise die drei „aufstrebenden Mächte“ China, Indien und Kenia und ihre Aktivitäten auf dem Gebiet der globalen technischen Standardsetzung. Das Projekt wird zur Theoriebildung in den Disziplinen Internationale Beziehungen und Internationale Politische Ökonomie beitragen und speziell im Forschungsfeld der Dynamik von Machtübergängen zwischen etablierten und aufsteigenden Mächten.
Ein Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines theoretischen Rahmens für die Untersuchung der Frage, wie und warum es einigen Entwicklungsländern trotz aller Widrigkeiten gelingt, Macht auf dem Gebiet der globalen Normung zu erlangen. Ein zweites Ziel ist die Entwicklung eines neuen Konzepts („governance rupture") zur Untersuchung der vielfältigen Formen der Anfechtung („contestation,“) in der internationalen technischen Normung. Da die Themen institutionalisierte Ungleichheit und komplexe Governance-Herausforderungen nicht nur in der technischen Standardsetzung, sondern auch für andere globale Politikfelder von Bedeutung sind, werden die Ergebnisse die Theoriebildung zu Macht, Politik und Anfechtung in der Global Governance-Literatur voranbringen.
Gratulationsschreiben der Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege Frau Dr. Ina Czyborra
Weitere Informationen
Pressemitteilung auf den zentralen Seiten der HU
Pressemitteilung des Europäischen Forschungsrats
Interview mit Prof. Eaton: „Bei technischen Standards zeigt sich im Kleinen, wie es zu großen geopolitischen Umbrüchen kommt“
Neuerscheinung: Fuchs et al. (Hg.) "Die Zukunft mit China denken"
Liebe Studierende, liebe Kolleg:innen,
ich freue mich, Sie auf den soeben publizierten Sammelband "Die Zukunft mit China denken" hinweisen zu dürfen.
Prof. Dr. Henning Klöter: Auszeichnung für internationale Forschungskooperation
Prof. Dr. Henning Klöter vom Institut für Asien- und Afrikawissenschaften ist Mitglied eines internationalen Teams von zehn Wissenschaftler:innen, deren Forschung am 6. Juli im spanischen Soria von der Fundación Duques de Soria ausgezeichnet wurde. Die Stiftung hatte erstmals einen Preis für die Erforschung und Förderung der internationalen Hispanistik ausgelobt. Das Team mit seinem Sprecher Prof. Dr. Fabio Yuchung Lee von der National Tsing Hua University, einer Partneruniversität der HU Berlin in Taiwan, wurde für seine interdisziplinäre Grundlagenforschung zu bisher weitgehend unbeachteten spanisch-chinesischen Manuskripten aus dem 17. und 18. Jahrhundert ausgezeichnet. Diese Manuskripte entstanden im Kontext der chinesischen Migration in die Philippinen während der spanischen Kolonialzeit.
Klöters eigener Forschungsschwerpunkt liegt auf der sprachhistorischen Analyse von Grammatiken und Wörterbüchern, in denen spanische Missionare vor 300 Jahren erstmals systematisch die chinesische Regionalsprache Hokkien dokumentierten. Neben der HU Berlin und der National Tsing Hua University gehören dem Team Forschende der National Taiwan University, Academia Sinica (Taiwan), University of Santo Tomas (Manila) und der Universidad de Cádiz an. Die Urkunden wurden am 6. Juli im Rahmen einer feierlichen Zeremonie vom Ehrenvorsitzenden der Stiftung Carlos Zurita, Herzog von Soria, sowie dem Stiftungspräsidenten Rafael Benjumea überreicht. Auf Einladung der Stiftung führten drei ausgewählte Teams mehrtägige Fachseminare im Hauptsitz der Stiftung, dem Kloster La Merced, durch.
Interview von Daniel Fuchs anlässlich des Jahrestags der gewaltvollen Niederschlagung der Tiananmen-Bewegung von 1989
Anlässlich des Jahrestags der gewaltvollen Niederschlagung der Tiananmen-Bewegung von 1989 hat die Öffentlichkeitsabteilung der HU Berlin unseren Kollegen Daniel Fuchs interviewt. Bei Interesse finden Sie das entsprechende Interview zur historischen Einordnung der Proteste und der Erinnerungskultur in der VR China auf der HU-Homepage.
Portrait des Seminars für Ostasienstudien in CHINAHIRN
Wolfgang Hirn, Herausgeber des Newsletters CHINAHIRN, hat das Seminar für Ostasienstudien in seiner neuesten Ausgabe portraitiert. Der Fokus liegt auf China. Der Beitrag ist nachzulesen in der Rubrik "Wer macht was"?

