Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Daniel Koßmann, M.A.

Akademischer Werdegang | Forschungsschwerpunkte | Veröffentlichung
Foto
Name
Daniel Koßmann M.A.
Status
Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt
E-Mail
daniel.kossmann (at) hu-berlin.de
Web Adresse
http://danielkossmann.eu

Einrichtung (OKZ)
Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät → Institut für Asien- und Afrikawissenschaften → Afrikanische Literaturen und Kulturen
Postanschrift
Unter den Linden 6, 10099 Berlin

 

Seit Ende April 2021 arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekt De:link//Re:link. Lokale Perspektiven auf globale Ver- und Entkopplungsprozesse im Fachbereich „Literaturen und Kulturen Afrikas“ des Instituts für Asien- und Afrikawissenschaften (IAAW) der HU Berlin. In meinem Forschungs- und Dissertationsprojekt mit dem Arbeitstitel „Neue Dynamiken im kulturellen Spielfeld Dar es Salaams und Nairobis seit der Etablierung der Konfuzius-Institute“ analysiere ich, wie sich das kulturelle Feld ostafrikanischer Metropolen durch den wachsenden Einfluss der Konfuzius-Institute wandelt und welche veränderten Kräfteverhältnisse daraus resultieren. 

 

Dabei widme ich mich der Frage, ob die Konfuzius-Institute in Ostafrika als Katalysator kultureller Dekolonisierung fungieren, da sie die Vormachtstellung der etablierten europäischen Kulturinstitutionen untergraben oder ob sie ihrerseits ein eigenes dominantes Regime etablieren? Weiterhin möchte ich wissen, wie Konfuzius-Institute verstanden als kultureller und akademischer Teil der Belt-and-Road-Initiative die kulturellen Dynamiken in Ostafrika sowie die Politik der europäischen Institutionen in Ostafrika verändert? Wie positionieren sich die kenyanische bzw. tanzanische Regierung demgegenüber und wie wirkt sich die Präsenz der Konfuzius-Institute auf deren nationale Kultur- und Bildungspolitiken aus? Nicht außer Acht lassen werde ich die Perspektive unabhängiger lokaler Kulturakteur:innen: Wie gehen diese mit den Kooperationsangeboten der Konfuzius-Institute im Vergleich zu den europäischen Angeboten um? Wie nutzt das Publikum die Angebote der Konfuzius-Institute? Wie beurteilt es diese im Vergleich zu Alliance Française, British Council und Goethe-Institut? Und wie beurteilen die europäischen Kulturinstitute die Konkurrenz Chinas, welche Strategien entwickeln sie, um sich zu behaupten?

 

Das meinem Forschungsprojekt übergeordnete Verbundprojekt De:link//Re:link. Lokale Perspektiven auf globale Ver- und Entkopplungsprozesse untersucht, wie sich transregionale Infrastrukturprojekte wie die 2013 von China initiierte Belt-and-Road-Initiative (BRI) auswirken und arbeitet lokale Sichtweisen, Reaktionen und Mobilisierungen in Bezug auf die transregionalen Infrastrukturprojekte heraus. Betreut werde ich während meiner Promotion von Prof. Dr. Susanne Gehrmann.

 

Soziale Medien

 

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