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Humboldt-Universität zu Berlin - Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät - Institut für Asien- und Afrikawissenschaften

Prof. Dr. phil. Nadja-Christina Schneider

Akademischer Werdegang | Forschungsinteressen | Publikationen | Vorträge | Mitgliedschaften und Gremientätigkeiten | Medienbeiträge und Interviews | Wissenschaftliche Veranstaltungen | Betreute Dissertationen | Betreute Abschlussarbeiten
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Name
Prof. Dr. phil. Nadja-Christina Schneider
Status
Universitätsprofessorin
E-Mail
nadja-christina.schneider (at) asa.hu-berlin.de

Tel.: +49 (0)30 2093-66043
Fax: +49 (0)30 2093-66066
Büro: Invalidenstraße 118, Zi 220
 

Sprechzeiten Prof. Schneider in der vorlesungsfreien Zeit:

nach Vereinbarung, bitte wenden Sie sich per Email an das Sekretariat

(Birgit Hecht): medialitaet(at)asa.hu-berlin.de

 

Kurze Vorstellung meines Forschungs- und Lehrprofils:

 

Mit meiner Berufung auf die W-2 Professur Gender and Media Studies for the South Asian Region (befristet auf fünf Jahre) zum 01. März 2017 wird die seit Oktober 2009 durch den Querschnittsbereich Medialität und Intermedialität in den Regionen Asiens und Afrikas etablierte regionalwissenschaftliche Medienperspektive geografisch noch stärker an die Region Südasien gebunden und inhaltlich um die für den Forschungs- und Lehrzusammenhang des IAAW ebenso wichtige Genderperspektive erweitert.

Die Region Südasien befindet sich gegenwärtig in einer Phase extremer gesellschaftlicher Veränderungen, die insbesondere im Verhältnis der Geschlechter neu verhandelt werden. Dieser gesellschaftliche Wandel ist wiederum eng mit der stark beschleunigten Medienentwicklung infolge der wirtschaftlichen Liberalisierung seit Mitte der 1980er Jahre verwoben. Durch die fortschreitende Digitalisierung sind in den letzten Jahren beispielsweise ganz neue Felder gesellschaftlicher Aushandlungen entstanden oder deutlich sichtbarer geworden, und auch hierin spielt die Frage nach Geschlechterdynamiken und Handlungsräumen individueller oder kollektiver Akteure eine wesentliche Rolle.

Ein Beispiel aus meiner aktuellen Forschung ist etwa die aktuell rasch anwachsende ‚Loitering‘-Bewegung in Indien und Pakistan, die eine Neuverhandlung des Zugangs von Frauen zu sowie ihre Partizipation im öffentlichen urbanen Räumen anstrebt. Mein Forschungsinteresse richtet sich hier zum einen auf die spezifische Beziehung zwischen den performativen Praktiken des ‚loitering‘ (Deutsch: ziellos umherschlendern, bummeln) im lokalen urbanen Raum und der Schaffung translokaler Öffentlichkeiten durch neu entstehende Medienpraktiken und verfügbare Kommunikationstechnologien. Zum anderen interessieren mich aus einer intersektionalen Perspektive die möglichen Begrenzungen dieser Bewegungen (Ein- und Ausschlüsse aufgrund von Geschlecht, Klasse/Kaste, Sprache u.a.) sowie der Widerstand seitens hindunationalistischer Gruppen und deren Durchsetzungsversuche einer hegemonialen Männlichkeit im urbanen Raum. Die Geschlechterperspektive ist folglich sowohl für die Subdisziplin der South Asian Media Studies als auch für das Forschungsfeld des gesellschaftlichen Wandels in der Region von zentraler Bedeutung. Gerade durch die für den deutschsprachigen Raum einmalige Verknüpfung von Südasien bezogenen Geschlechter- und Medienstudien fügt sich dieser Bereich hervorragend in das dynamische Forschungs- und Lehrumfeld der Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftlichen Fakultät ein.

Weitere Schwerpunkte und konkrete Themen meiner bisherigen Forschung sind unter anderem die Rolle der indischen Presse im Kontext der anhaltenden Debatte über ein einheitliches säkulares Zivilrecht vs. religiös begründete Personenstandsrechte in Indien; die Entwicklung des indischen Mediensystems und der Wandel von Medienumgebungen in Folge der ökonomischen Liberalisierung; Dokumentarfilmregisseurinnen aus Südasien, die sich mit den Debatten über „Gender und Islam“ auseinandersetzen; neue Protest- und Medienpraktiken sowie das Hervortreten Delhis als „cinematic city“. Publikationen zu diesen Themen finden Sie auf dieser Seite weiter unten.

Aktuell schreibe ich an einem Buch über die Visualisierung von gespaltener Elternschaft sowie des „Repro-Tourismus“ nach Südasien in neueren Dokumentar- und Spielfilmproduktionen.

Schwerpunkte meiner Lehrtätigkeit am IAAW bilden im B.A. Regionalstudien Asien/Afrika vor allem die Themenbereiche urbane Prozesse, Migration/Mobilität, multilokale Familien und gesellschaftlicher Wandel. Auf Masterebene biete ich regelmäßig Forschungsseminare mit wechselnden thematischen und theoretischen Schwerpunkten für Studierende aus den M.A.-Studiengängen Moderne Süd- und Südostasienstudien, Global Studies, Global History und Gender Studies an, im WS 2017/18 beispielsweise zum Thema „Körper und Bewegung in der Stadt“ oder „Medien und Protest“.

 

(Short bio in English)

Nadja-Christina Schneider is Professor in Gender and Media Studies for the South Asian Region. She holds a PhD in South Asian Studies and has a background in South Asian Studies, Islamic Studies and Modern History. Between October 2009 and February 2017, she was responsible for the then newly established Cross-Sectional Department Media and Society at the Institute for Asian and African Studies, Humboldt University Berlin. Her areas of interest include Area Media Studies, Gender and Mobility Studies and Urban Studies. Prof. Schneider has worked and published on the role of the Indian press in the context of the Shah Bano case and subsequent debate on Muslim Personal Law; on the development of the Indian media system and changing media environments in post-liberalization India; documentary filmmakers working on Gender and Islam and on the emergence of Delhi as a cinematic city. She is currently preparing a book on the visualization of new reproductive technologies and changing family constellations in fictional and documentary films. Her most recent publications include a co-edited volume titled “Studying Youth, Media and Gender in Post-Liberalisation India. Focus on and beyond the ‘Delhi Gang Rape’” (2015, with Fritzi-Marie Titzmann) and a co-edited volume titled “New Media Configurations and Socio-Cultural Dynamics in Asia and the Arab World (2015, with Carola Richter).

 

 

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